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Tsipras kritisiert riechische Privatisierungspläne

Der Chef der stärksten griechischen Oppositionspartei, Alexis Tsipras, hat am Samstag die von der Koalitionsregierung geplanten Privatisierungen scharf kritisiert.

Tsipras kritisiert riechische Privatisierungspläne SN/apa (epa)
Tsipras sieht ein "Verkaufsinserat" Griechenlands.

Das Volk werde "die Verantwortlichen dieses Ausverkaufs zur Rechenschaft ziehen", meinte Tsipras. Die potenziellen Käufer der staatlichen Unternehmen und Ländereien warnte er, sie würden "ihr Geld verlieren".

Am Vortag hatte der neue griechische Ministerpräsident Antonis Samaras bei seiner Regierungserklärung angekündigt, staatliche Infrastrukturunternehmen privatisieren und staatlichen Besitz verkaufen zu wollen.

Die dreitägige Debatte im Parlament über das Regierungsprogramm soll am späten Sonntagabend mit einer Vertrauensabstimmung enden. Die Koalitionsregierung von Samaras wird von den Konservativen der Nea Dimokratia (ND), den Sozialisten der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK) und der Demokratischen Linken (Dimar) unterstützt. Die drei Parteien haben eine klare Mehrheit von 179 Abgeordneten im Parlament mit 300 Sitzen.

Unterdessen forderte nach Regierungschef Samaras auch PASOK-Chef Venizelos mehr Zeit für die Umsetzung der Sparauflagen. "Herr Venizelos hat auf der Notwendigkeit bestanden, ein neues aktualisiertes mittelfristiges Haushalts-Strategieprogramm zu vereinbaren", teilte sein Büro nach einem Treffen von Venizelos mit Vertretern der Troika mit. Es gehe darum, den Zeitraum für die Budgetanpassung auf drei Jahre zu erhöhen.

Experten rechnen damit, dass die griechische Wirtschaft heuer um fünf Prozent schrumpft. Es ist das fünfte Jahr in Folge, in dem das Mittelmeerland in einer Rezession steckt.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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