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Ungeduldige Anleger lassen Twitter-Aktie einbrechen

Die Anleger des chronisch defizitären US-Kurzbotschaftendienstes Twitter werden angesichts fehlender Wachstumsperspektiven immer ungeduldiger: Inmitten von Gerüchten um einen möglichen Verkauf von Unternehmensteilen oder des gesamten Dienstes verlor die Twitter-Aktie am Donnerstag an der Wall Street fast sechs Prozent und schloss bei 18,70 Dollar (16,56 Euro).

Ungeduldige Anleger lassen Twitter-Aktie einbrechen SN/APA/AFP/LEON NEAL
Weiter Probleme für Twitter.

Die Aktie ist damit weit entfernt von ihrem bisherigen Höchststand von mehr als 73 Dollar, den sie wenige Wochen nach dem Börsenstart Ende 2013 erreicht hatte.

Angetrieben wurden die Kursverluste von Berichten über die Aufsichtsratssitzung am Donnerstag. Das Gremium sollte dabei über Einsparungen sprechen, berichtete der Fernsehsender CNBC unter Berufung auf Kreise. Zu den möglichen Optionen gehörten Stellenstreichungen, der Verkauf von Unternehmensteilen wie dem Kurzvideodienst Vine - oder gar der Verkauf von Twitter selbst.

Übernahmegerüchte umwittern Twitter seit Monaten. Die Spekulationen um angebliche Interessenten ranken sich dabei um Google und Microsoft, Telekommunikationsriesen bis hin zum Disney-Konzern und den Medienkonzern News Corp von Rupert Murdoch.

Twitter steckt schon seit Längerem in einer Krise. Das Unternehmen versucht seine Reichweite mit Live-Videos und einer Reihe von Partnerschaften beispielsweise im Sport zu erweitern - offenbar kaum mit Erfolg. Während der Dienst etwa bei Journalisten, Aktivisten und Prominenten von Musik bis Sport sehr beliebt ist, hapert es an der Verbreitung in der allgemeinen Bevölkerung.

Quelle: Apa/Afp

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