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US-Arbeitsmarkt 2016 mit mehr als zwei Millionen neuen Jobs

Viele neue Jobs, niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Löhne: US-Präsident Barack Obama hinterlässt seinem Nachfolger Donald Trump eine robuste Wirtschaft. Private Firmen und der Staat schufen 2016 zusammen 2,16 Millionen neue Stellen, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme von 180.000 pro Monat. 2015 lag der Schnitt noch bei 229.000.

Barack Obama (Archivbild).  SN/AP
Barack Obama (Archivbild).

Zuletzt ließ das Tempo jedoch unerwartet nach: Im Dezember kamen nur noch 156.000 Stellen hinzu, während Ökonomen ein Plus von 178.000 erwartet hatten. Die separat ermittelte Erwerbslosenquote stieg leicht auf 4,7 Prozent, nachdem sie im November mit 4,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als neun Jahren gefallen war.

Trotz des verringerten Jobwachstums am Jahresende halten Experten eine baldige Zinsanhebung durch die US-Notenbank Fed für möglich. "Da wir uns der Vollbeschäftigung nähern, verlangsamt sich der Stellenaufbau", sagte Analyst Michael Temple von Pioneer Investments. "Dafür beginnen die Löhne stärker zu steigen." Die Stundenlöhne zogen im Dezember um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an und damit so kräftig wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr.

Damit steigt das Risiko einer höheren Inflation, da die Unternehmen höhere Arbeitskosten auf ihre Verkaufspreise aufschlagen dürften. "Der Schlüssel sind die Stundenlöhne", sagte ING-Ökonom Rob Carnell. Deshalb könne die Fed bereits im März nachlegen, nachdem sie ihren Leitzins erst im Dezember nach einjähriger Pause angehoben hat - auf eine Spanne von aktuell 0,5 bis 0,75 Prozent.

Für 2017 hat die Fed drei weitere Anhebungen in Aussicht gestellt. Mit höheren Zinsen kann sie Inflationsgefahren eindämmen, da teureres Geld die Nachfrage nach Krediten für Konsum und Investitionen dämpfen kann. Viele Experten rechnen dennoch damit, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr an Schwung gewinnt. Der am 20. Jänner ins Präsidentenamt wechselnde Republikaner Trump hat Investitionen in die Infrastruktur, Steuersenkungen und geringere Regulierungsauflagen angekündigt. Das könnte das Wachstum ankurbeln.

Die US-Industrie hat unterdessen im November deutlich weniger Aufträge erhalten als zuletzt. Wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte, lag der Auftragseingang um 2,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Das ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2015.

Quelle: Apa/Ag.

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