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US-Arbeitsmarkt enttäuscht Obama

Wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen zeichnet sich keine Erleichterung für den Arbeitsmarkt in den USA ab. Die dortige Wirtschaft hat im Juni lediglich 80.000 neue Jobs geschaffen.

US-Arbeitsmarkt enttäuscht Obama SN/AP
Präsident Obama ist enttäuscht über die Entwicklungen am Arbeitsmarkt.

Die Misere sei nicht über Nacht hereingebrochen und könne auch nicht über Nacht gelöst werden, sagte Obama auf einer Wahlkampftour in Poland (Bundesstaat Ohio). "Wir haben in den letzten 28 Monaten 4,4 Millionen neue Jobs geschaffen", erklärte ein matt wirkender Präsident. "Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir können uns damit nicht zufriedengeben." Das Ziel sei nicht, den Arbeitsmarkt auf den Stand des Jahres 2007 vor der Wirtschaftskrise zu bringen. "Ich möchte zurück zu der Zeit, in der die Mittelschicht mehr Sicherheit hatte", sagte Obama. "Und das ist der Grund, warum ich mich um eine zweite Amtszeit als US-Präsident bewerbe." Der Arbeitslosenquote wird eine immense Bedeutung für Obamas Chancen auf eine Wiederwahl zugeschrieben.

Obamas designierter republikanischer Herausforderer Mitt Romney nannte die Arbeitslosenzahlen einen "Schlag in den Magen für die Mittelschicht". Obama trage die volle Verantwortung dafür, erklärte Romney von seinem Urlaubsort im Bundesstaat New Hampshire.

Mit Juni endet für die US-Wirtschaft nach Bewertungen von Ökonomen nach einem Einbruch im April und unwesentlichen Verbesserungen im Mai das schlechteste Quartal für den US-Arbeitsmarkt seit 2010. Die Zahl der neuen Jobs blieb im abgelaufenen Monat sogar noch unter den Prognosen von 95.000. Die Mehrzahl der neuen Jobs haben der Statistik zufolge Unternehmensdienstleister geschaffen. Führende US-Wirtschaftsexperten machten die Eurokrise mit für die Situation verantwortlich.

(Apa/Ag.)

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