Wirtschaft

US-Whiskey-Exporte brachen wegen Zollstreits ein

Die amerikanischen Whiskey-Hersteller leiden unter den von US-Präsidenten Donald Trump angezettelten Handelskonflikten. Die von Kanada, China, Mexiko und der EU erhobenen Strafzölle auf die hochprozentigen Produkte im Gegenzug für US-Sonderimportabgaben ließen die Exporte in der zweiten Jahreshälfte 2018 um elf Prozent einbrechen, wie der Branchenverband Distilled Spirits Council heute mitteilte.

US-Whiskey wurde spürbar teurer und deshalb weniger gekauft SN/APA (AFP/Getty)/Jason Kempin
US-Whiskey wurde spürbar teurer und deshalb weniger gekauft

In den ersten sechs Monaten waren sie noch um 28 Prozent gestiegen - auch weil Unternehmen wie der Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman ihre Ausfuhren in Erwartung höherer Zölle vorzogen, besonders jene nach Europa.

Die EU hatte Strafzölle unter anderem von 25 Prozent auf US-Whiskey eingeführt, nachdem zuvor die Regierung in Washington europäische Stahl- und Aluminiumexporte mit höheren Abgaben belastet hatte. Die EU ist der wichtigste Exportmarkt für die amerikanischen Whiskey-Hersteller. Nahezu 60 Prozent ihrer Exporte landen hier. "Der Schaden für die amerikanischen Whiskey-Exporte wird jetzt immer größer", sagte der Chef des Branchenverbandes, Chris Swonger. "Das ist ein Kollateralschaden der anhaltenden Handelsstreitigkeiten weltweit."

Insgesamt wuchsen die US-Whiskey-Exporte 2018 um 5,1 Prozent auf 1,18 Mrd. Dollar (1 Mrd. Euro). 2017 hatte es noch ein Plus von 16 Prozent gegeben.

Quelle: Apa/Ag.

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