Wirtschaft

Venezuela bringt neue Geldscheine in Umlauf

Im Kampf gegen die Inflation sind in Venezuela am Montag neue Geldscheine in Umlauf gebracht worden. Die Landeswährung Bolivar verfügt nun über fünf Nullen weniger. Die Reaktionen sind verhalten, die meisten Geschäfte blieben nach der Ausgabe der neuen Scheine geschlossen. Die Maßnahme ist Teil mehrerer umstrittener Reformen von Staatschef Nicolas Maduro angesichts der schweren Wirtschaftskrise.

Reaktionen fielen nervös aus SN/APA (AFP)/FEDERICO PARRA
Reaktionen fielen nervös aus

Wirtschaftsvertreter bezeichneten die Einführung des neuen Bolivar am Montag als kontraproduktiv. Die Maßnahme werde die wirtschaftliche Instabilität weiter verschärfen, sagte der Vorsitzende des führenden Unternehmerverbands Fedecamaras, Carlos Larrazabal.

Venezuela steckt schon seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, der alte Bolivar war praktisch wertlos. Durch den Verfall des Ölpreises seit 2014 fehlt dem südamerikanischen Staat das Geld. Öl ist die Haupteinnahmequelle für Venezuela. Es gibt gravierende Versorgungsengpässe im Land, die nach UNO-Angaben bereits mehr als zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben haben.

Quelle: Apa/Ag.

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