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VW löst Toyota trotz Dieselskandal an der Weltspitze ab

Trotz des Dieselskandals hat Volkswagen im vergangenen Jahr einen Absatzrekord aufgestellt und seinen Dauerrivalen Toyota wohl als weltgrößten Autohersteller verdrängt. Der DAX-Konzern steigerte seine Auslieferungen 2016 um 3,8 Prozent auf 10,3 Millionen Fahrzeuge, wie Volkswagen am Dienstag mitteilte.

Toyota selbst hat noch keine Zahlen veröffentlicht, im Dezember aber einen Absatz von 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2016 vorhergesagt. Starke Zuwächse verbuchte der Wolfsburger Zwölf-Marken-Konzern in China. Dort kletterten die Auslieferungen um 12,2 Prozent auf 3,98 Millionen Fahrzeuge.

In Europa stiegen die Verkäufe um vier Prozent auf 4,2 Millionen Wagen, in den USA ging der Absatz hingegen um 2,6 Prozent auf 591.100 Fahrzeuge zurück. Noch deutlich schlechter lief es für Volkswagen in Brasilien, das unter einer Wirtschaftskrise leidet. Dort brachen die Auslieferungen um mehr als ein Drittel auf 257.800 Wagen ein.

Opel kann ebenfalls auf erfreuliche Nachrichten verweisen. Der Autobauer verkaufte im vergangenen Jahr in Europa so viele Fahrzeuge wie seit 2011 nicht mehr. Etwa 1,16 Millionen Stück setzte das Unternehmen gemeinsam mit seiner britischen Schwestermarke Vauxhall ab, wie Opel am Dienstag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Das waren etwa 46.000 oder gut 4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Stark nachgefragt sei vor allem der neue Opel Astra gewesen. Während der Absatz zum Beispiel in Deutschland, Spanien, den Niederlanden und Polen zunahm, gab es in Großbritannien infolge der Brexit-Entscheidung Rückgänge. Insgesamt blieb der Marktanteil von Opel/Vauxhall am europäischen Gesamtfahrzeugmarkt nahezu unverändert bei 5,73 Prozent.

Quelle: Apa/Ag.

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