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Weg frei für griechische Schuldenerleichterungen

Nach dem Streit über das Weihnachtsgeld für griechische Pensionisten kann Athen nun doch auf Schuldenerleichterungen hoffen. Der Weg für die Verfahren beim Rettungsschirm ESM sei nun frei, erklärte der Vorsitzende der Euro-Finanzminister, Jeroen Dijsselbloem, am Samstag auf Twitter. Griechenlands Finanzminister habe per Brief bestätigt, dass er sich an frühere Vereinbarungen halten wolle.

Jeroen Dijsselbloem sieht positive Signale aus Athen.  SN/APA (AFP)/EMMANUEL DUNAND
Jeroen Dijsselbloem sieht positive Signale aus Athen.

Insbesondere Pläne der griechischen Regierung, Pensionisten ein Weihnachtsgeld von insgesamt 617 Millionen Euro auszuzahlen, hatten zuletzt für Unmut bei den anderen Euro-Staaten gesorgt. Zudem beschloss das griechische Parlament vor wenigen Tagen, den verringerten Mehrwertsteuersatz für bestimmte Inseln bis Ende 2017 zu verlängern. Nach Absprachen mit den Gläubigern sollte die Regelung eigentlich zum 1. Jänner wegfallen.

Mit dem Brief aus Athen scheint der Ärger nun beigelegt. Den Bedenken der Gläubiger sowohl zu Inhalt als auch Verfahren der griechischen Vorhaben sei nun Rechnung getragen, insbesondere, was die Pensionen angehe, hieß es aus Kreisen der Eurogruppe. Die Gläubiger des Landes werden von der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vertreten.

Das hoch verschuldete Griechenland ist seit 2010 auf internationale Kredite angewiesen. 2015 hatte die Regierung in Athen in finanzieller Notlage im Gegenzug für das bisher letzte dritte Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro umfangreiche Reformen bis 2018 zugesagt.

Quelle: Apa/Dpa

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