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Weltbank bringt sich als Athen-Helfer ins Spiel

Die neue Weltbank-Führung deutet einen fundamentalen Kurswechsel an und bringt eine Unterstützung für entwickelte Länder wie Griechenland ins Spiel.

Weltbank bringt sich als Athen-Helfer ins Spiel SN/apa (epa)
Kurswechsel von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim.

Im scharfen Gegensatz zu seinem Vorgänger Robert Zoellick sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim zum Amtsantritt, die Weltbank könnte Ländern mit strukturellen Problemen wie dem angeschlagenen Euro-Land mit technischer Hilfe beratend zur Seite stehen. Zoellick hatte ein Engagement Griechenland stets abgelehnt und vor Risiken für die Weltbank gewarnt. Der ausgebildete Mediziner Kim erklärte, er sehe es als seine Hauptaufgabe, in dieser "entscheidenden Stunde" für die weltweite Konjunktur auch entwickelte Länder zu schützen. Bisher hat die Institution ihre Ressourcen und Expertise auf Schwellen- und Entwicklungsländer konzentriert. Kernaufgabe ist die Förderung ärmerer Staaten.

Griechenland leidet unter einer extrem hohen Verschuldung, Massenarbeitslosigkeit, Rezession und strukturellen Problemen. Die Regierung in Athen bemüht sich, die im Gegenzug für internationale Hilfen zugesagten Reformauflagen zu lockern.

Angesichts der Schuldenkrise in Europa warnte Kim auch vor Risiken für die Weltwirtschaft. Die EU-Länder müssten "dringend" alle nötigen Maßnahmen ergreifen, "um wieder Stabilität herzustellen", teilte Kim am Montag in Washington mit. Ihr Handeln werde das Wachstum in allen Weltregionen beeinflussen. "Eine starke Weltwirtschaft kommt allen Ländern zugute, eine schwache Weltwirtschaft macht alle Staaten angreifbar."

(Apa/Ag.)

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