Welt

Wo noch Risiken lauern

Die deutsche Ökonomin und Wirtschaftsweise Isabel Schnabel sagt, Europas Banken bräuchten noch mehr Eigenkapital, um gegen neue Krisen gewappnet zu sein. Und sie kritisiert die zögerliche Haltung der EZB.

Isabel Schnabel (* 1971) ist Professorin für Finanzökonomie an der Uni Bonn und seit 2014 Mitglied des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“). SN/sachverständigenrat
Isabel Schnabel (* 1971) ist Professorin für Finanzökonomie an der Uni Bonn und seit 2014 Mitglied des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Wirtschaftsweise“).

Der Beginn der Finanzkrise liegt zehn Jahre zurück. Es gibt viele neue Regeln, ist das weltweite Finanzsystem damit sicherer geworden? Isabel Schnabel: Es ist schon einiges passiert. Aber ich beobachte derzeit, dass viele Lehren aus der Finanzkrise bereits nach zehn Jahren wieder vergessen werden. Das gilt sowohl für die Marktteilnehmer als auch für die Aufseher. Es gibt derzeit weltweit einen starken Trend zur Deregulierung. Errungenschaften sollen wieder rückgebaut werden. Die Aufgabe, das Finanzsystem stabil zu machen, ist aber noch nicht abgeschlossen. Es gibt Bereiche, wo mehr getan werden muss. Aber das ist im derzeitigen politischen Klima unrealistisch.

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