Willkommen an den Grenzen des Wachstums

Autorenbild
Wirtschaft | National & International Helmut Kretzl

Dass führende Wirtschaftsforscher des Landes die künftige Entwicklung einmal besser und einmal weniger gut treffen,
liegt in der Natur der Sache.
Die aktuellen Vorhersagen für Österreich - die übereinstimmend ein Wachstum von 1,4 bis 1,5 Prozent bis 2018 sehen - sind aber aus anderen Gründen bemerkenswert. Erstens, weil ein eindeutiger, anhaltender Aufwärtstrend damit erstmals seit Jahren nicht Zukunftsmusik, sondern greifbare Realität ist. Und zweitens, weil sich die Experten einig sind, dass mit solchen Raten auch schon wieder das Maximum des Möglichen ausgeschöpft ist. Mehr als 1,5 bis 2,0 Prozent plus seien im "Zeitalter verminderter Erwartungen" (Titel eines Buchs von Nobelpreisträger Paul Krugman) in Westeuropa einfach nicht drin, sagen sie. Das muss kein Grund zur Depression sein, wenn man statt auf die Höhe des Wachstums auf dessen Beschaffenheit schaut. Also wenn die Qualität stärker zunimmt als die Quantität.

Aufgerufen am 21.09.2018 um 08:20 auf https://www.sn.at/wirtschaft/willkommen-an-den-grenzen-des-wachstums-599524

Schlagzeilen