Leserbrief

Goethe und die Alten

Zu "Pflegeskandale in Salzburg einst und jetzt" von Anton Prlic:
"Keine Kunst ist's, alt zu werden, es ist Kunst, es zu ertragen." So schreibt der Geheimrat Goethe. Und er trifft den Punkt. Was sich an Skandalen mit und um unsere Alten abspielt, ist eines "Sozialstaats" unwürdig. Menschen, die Jahrzehnte gearbeitet haben, werden im Alter zu Bittstellern degradiert. Gnade Gott jenen, die in das "verkehrte" Heim kommen oder müssen! Heime haben nicht "gewinnorientiert" zu arbeiten, sie gehören in das staatliche Wesen zurück! Mit gnadenloser Überwachung, ohne Vorankündigung, das sind wir jenen schuldig, die zum Aufbau dieses Landes beigetragen haben. Schellhorn sollte zurücktreten. Und dass wir von den Grünen als Alte nichts zu erwarten haben, dürfte klar sein. Fazit: Schämt euch!


Rudolf Prill, 9071 Köttmannsdorf

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