Leserbrief

Hirse ist gesund!

In Ihrem Artikel "Enten wir bald Feigen und Melonen?" in den SN vom Freitag, 28. 6., heißt es u. a., dass die Landwirtschaft sich auf trockenresistentere Pflanzen umstellen müsse, z.B. auf Hirse, die deutlich weniger Wasser brauche als anderes Getreide. Für sie sei aber nicht wirklich ein Markt vorhanden. Dazu ein Vorschlag: Mein Mann und ich haben uns seit Ende der 1950er Jahre für biologisch gesundes Essen interessiert. Ich habe meinen Kindern oft Hirseschmarrn nach demselben Rezept, wie meine Mutter früher den Griesschmarrn (natürlich aus weißem, ausgemahlenen Gries) machte, zubereitet: In 1 l Milch 2 Eier verquirlen, dazu knapp ½ l Hirse und ca ¼ kg Rosinen, sowie geriebene Zitronenschale einrühren. Die Masse in gut einer gefetteten, am besten rechteckigen Auflaufform im Backrohr maximal 1 Stunde ausdünsten, u.U. noch etwas Milch nachgießen.
Meine Kinder haben diesen Hirseschmarrn sehr geschätzt und selbst meine Enkelkinder, die heute wesentlich wählerischer sind als die Kinder der 1960er Jahre, freuen sich darauf, wenn sie zu Besuch kommen. Gut ist, dazu etwas Kompott oder verdünnte Marmeladesoße anzubieten.
Ich würde mich freuen, bald einheimische Hirse, auch aus biologischem Anbau, zu verwenden. Hirse hat einen hohen Eisengehalt, enthält ferner Antioxidantien, Zink, B-Vitamine, Kieselsäure und Fluor und ihr Eiweiß enthält viele wertvolle Aminosäuren.

Dr. Ilse Hanak, Salzburg

Aufgerufen am 20.05.2022 um 06:30 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/hirse-ist-gesund-72795769

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