Leserbrief

Keine Segnung durch Papst Franziskus

Zur Entscheidung der Glaubenskongregation der Katholischen Kirche,
homosexuelle Paare nicht zu segnen: Ich bin maßlos enttäuscht und sehr traurig. Ich bin enttäuscht von der Glaubenskongregation der Katholischen Kirche und auch von Papst Franziskus. Die mir von Jesus bekannten Botschaften und seine konkreten Taten bezeugen genau das Gegenteil von dem, was wir heute aus Rom vernehmen mussten. Jesus hat alle Menschen eingeladen und gesegnet, seinem Beispiel folgend ein klarer Auftrag auch für die "Oberen" in der Katholischen Kirche. Wären nicht seit meiner Jugendzeit bis heute mit meinen 82 Jahren Bewegungen und Organisationen der Arbeiterpastoral - KAJ, KAB und Betriebsseelsorge - meine kirchliche Heimat, in der ich mich nach wie vor angenommen und gebraucht fühle, ich würde die Strukturen dieser unmenschlichen Institution Kirche verlassen, weil ich auch ohne sie gläubig sein kann und mich als Mitglied nicht mehr mitschuldig fühlen müsste. Meine Hoffnung und Erwartung ist daher jetzt ein "Aufschrei" vieler Katholiken, vieler Mitarbeiter/-innen in den verschiedenen kirchlichen Bereichen und auch der Österreichischen Bischöfe, dem Beispiel von Bischof Glettler folgend, wenn er fordert: "Die Kirche müsse homosexuellen Menschen eine spirituelle Heimat anbieten und all das stärken, was in ihren Beziehungen an Gutem vorhanden ist".


Hans Riedler, 4040 Linz

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