Leserbrief

S-Link bringt neue Impulse

Den Leserbriefschreibern, die den S-Link jetzt verstärkt im Hinblick auf die hierfür erforderlichen Bauarbeiten anfeinden, möchte ich den lateinischen Spruch "per aspera ad astra" (frei übersetzt: "durch Widrigkeiten zu den Sternen") entgegenrufen. Der S-Link wird doch nicht aus Jux und Tollerei, Prestigesucht oder sonstigen nicht rationalen Gründen gebaut, sondern weil die Experten nach jahrzehntelangen Untersuchungen und Diskussionen zu dem Ergebnis gelangt sind, dass die massiven Verkehrsprobleme in der Stadt Salzburg und ihrem Einzugsbereich nur mit einem leistungsfähigen Regionalstadtbahnsystem zu lösen sind, und dass eine solche Bahn im Innenstadtbereich wegen der baulichen und geografischen Gegebenheiten nicht oberirdisch, sondern nur unterirdisch geführt werden kann. Und die Errichtung einer unterirdischen Bahn ist nun einmal nicht ohne Baustellen, die gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringen, möglich. Aber soll man wegen vorübergehender Erschwernisse auf die die Salzburger Verkehrsprobleme für die Zukunft ein für alle Mal lösende Baumaßnahme verzichten? Das wäre mehr als kurzsichtig!

Es werden auch entgegen der Befürchtung eines Leserbriefschreibers keine Touristen während der Bauphase Salzburg fernbleiben, denn die Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihr Flair werden die Bauarbeiten nicht beeinträchtigen. Und nach seiner Vollendung wird der S-Link nicht nur ein Segen für täglich Zehntausende Pendler sein, sondern auch dem Tourismus neue Impulse verleihen, weil Touristen und Einheimische dann schnell, bequem und umweltfreundlich auch aus dem Salzkammergut, dem Tennengau, dem Flachgau, dem Berchtesgadener Land, dem Rupertiwinkel und dem Chiemgau direkt in die Salzburger Innenstadt gelangen können.

Dr. Karl Bösenecker, D-83410 Laufen/Oberbayern

Aufgerufen am 27.01.2023 um 10:28 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/s-link-bringt-neue-impulse-131573599

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