Leserbrief

Salzburg ist ein Vorbild für die Steiermark

Hoffnungsfroh nehme ich bei meinen Salzburg-Besuchen und in Medienberichten aus dem Bundesland Salzburg zur Kenntnis, dass der dortige junge Verkehrslandesrat Schnöll glaubhaft zu erkennen gibt, den Ausbau des Schienenverkehrs konsequent vorantreiben zu wollen. Offensichtlich dürfte das Projekt "S-Link", die Innenstadtdurchquerung der Salzburger Altstadt mit der Salzburger Lokalbahn, das persönliche Anliegen des Verkehrslandesrats Schnöll sein. Das Projekt "S-Link" wurde sowohl im Salzburger Landtag als auch im Gemeinderat der Landeshauptstadt jeweils mit den Stimmen aller Parteien einstimmig beschlossen und mit dem Verkehrsministerium vertraglich vereinbart. Als Steirer kann man fast neidisch vor so viel gemeinsamem politisch positivem Willen in Salzburg werden. Ab 1. 1. 2024 ist Baubeginn und bis 2030 geht der S-Link für den Personenverkehr bis Hallein in Betrieb.

Landesrat Schnöll setzt sich auch in der Euregio Salzburg-Bayern für die Wiedererrichtung der Königsseebahn grenzüberschreitend Richtung Deutschland zum Königssee ein. Nach dem tragischen Unfall der Murtalbahn was es Landesrat Schnöll, der mit Nachdruck eine zukunftsfähige Absicherung der Murtalbahn einforderte. Es ist gut zu wissen, dass Politik auch weitblickend und zukunftsorientiert sein kann.

Man kann nur hoffen, dass auch in der Steiermark bald eine junge fortschrittsorientierte Politiker-Generation, abseits der fossilen Denkraster des Straßenbaus und Flächenversiegelung, den Führerstand moderner Verkehrspolitik übernimmt, so wie in Salzburg! Dann ist zu hoffen, dass auch in der Steiermark die Chance ergriffen wird, dass die bestehende elektrische Gleichenberger Bahn und die Thermen-Landbahn Hartberg-Fürstenfeld-Fehring für die Mobilitätszukunft der Menschen genützt werden können!

Johann Lösch, 8330 Feldbach

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