Leserbrief

Tierschutz hat höheren Wert als Halal-Fleisch

Der Standpunkt von Redakteurin Stefanie Schenker "Warum ein Verbot nichts nützt" (SN vom 29. 2. 2020) verdient eine Ergänzung. Die Politik könnte längst die Produktion von "Halal-Fleisch" gesetzlich stoppen, weil diese Barbarei die Religionsfreiheit in Geiselhaft nimmt, um das grausame Schächten ohne Betäubung zu rechtfertigen. Mit dem praktisch sanktionslosen "Tierschutzrecht", Tiere in Österreich nach (!) dem Schächtungsschnitt zu betäuben, hat der Nationalrat tolerant der grausamen Praxis alle Wege zu den wenigen, oft weit entfernten "Halal-Schlachthöfen" geebnet, statt die einheimische "Heumilch-Kälbermast" zu fördern.

Das stärkste Motiv für den Transport lebendiger Tiere ist der religiösen Doktrin geschuldet, dass nur das Fleisch ohne Betäubung geschächteter Tiere "halal" (erlaubt) sei. Die Politik unterstützt dieses religiöse Gebot bis heute und nimmt damit unvorstellbare Tierquälerei in Kauf. Sie sollte sich endlich der unbequemen Wahrheit stellen und zusammen mit einem generellen Verbot von "Halal-Fleisch" den Export lebendiger Tiere unverzüglich per Gesetz unterbinden und unter Strafe stellen. Tierschutz hat einen höheren Wert als religiös bedingte Grausamkeit. Zudem hindert niemand die Milch- und Fleischwirtschaft daran, eine nachhaltige Werbeoffensive für "Heumilch-Kalbfleisch" zu starten, um "Palmöl-Kalbfleisch" aus dem Markt zu drängen: Qualität schlägt immer öfter Billigfraß!

Dr. Silvester Schröger, 5020 Salzburg

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