Leserbrief

Warum eine U-Bahn in Salzburg?

Regelmäßig erscheinen Berichte über den geplanten und angeblich "notwendigen" Bau der U-Bahn in der Stadt Salzburg. Es ist unfassbar, dass in Zeiten von Klimawandel, Ressourcenknappheit an Energie und Rohstoffen, an einem derart aufwendigen Projekt festgehalten wird. Allein in die Vorarbeiten wurden Millionen Euro gesteckt und nach wie vor weiß man nicht genau, ob die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit in der Stadt so ein gigantisches Tiefbau-Projekt überhaupt zulässt.

Dabei gäbe es einige umsetzbare und weit kostengünstigere Ideen für Verkehrslösungen, wie zum Beispiel eine Straßenbahn, wie sie auch in anderen Städten erfolgreich im Einsatz ist. In der Geschichte Salzburgs gab es bereits eine Straßenbahn, die sogar durch die Altstadt fuhr. Das bestehende Obus-Netz könnte noch wesentlich verbessert werden (Linienoptimierung, effizientere Intervalle, kleinere E-Busse im Minutentakt etc.). Die Politik sowie Experten sollten hier nochmals prüfen, ob ein derart kostenintensives U-Bahn-Projekt nicht doch durch zumindest umweltfreundlichere und weit weniger kostenintensive Alternativen ersetzt werden kann. Gleiches gilt für die geplante Erweiterung der Mönchsberggarage. Auch hier würde ein höchst aufwendiger Eingriff in den Berg erfolgen, der nicht nur rund 60.000 Euro pro neuen Stellplatz verschlingt, sondern künftig noch mehr Anreiz bietet, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Sehen so tatsächlich die klimafreundlichen Lösungen für die Zukunft meiner Generation aus?


Maximilian Holzmann, Schüler des BG Zaunergasse, 5020 Salzburg

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