Leserbrief

Wie abhängig macht sich Adnet?

Ich wohne seit Jahrzehnten in Adnet und beobachte - wie ich hoffe - mit offenen Augen die Entwicklung und leider auch Fehlentwicklung in meiner Gemeinde. Daher ist es mir ein Anliegen, zum Ansinnen des größten Betriebs im Dorf, ein zusätzliches Werk auf der grünen Wiese (Adnetfelder) zu errichten, kritisch Stellung zu nehmen. Ich bin übrigens kein unmittelbar betroffener Anrainer, aber meine Betroffenheit ist trotzdem groß!

Man sollte auch in Adnet aus den negativen Erfahrungen anderer Gemeinden lernen, die zugunsten eines großen Unternehmens ihr Räumliches Entwicklungskonzept (REK) abgeändert haben. Wurden damit langfristig Arbeitsplätze gesichert? Aber davon gibt es derzeit ja ohnehin genug, nur mangelt es an Arbeitskräften.

Das Gebot unserer Zeit muss besonders im Hinblick auf künftige Generationen heißen: Hände weg vom Grünland, Stopp weiterer schädlicher Bodenversiegelung und gemeinsame Entschlossenheit gegen Änderungen des REK zwecks Betriebserweiterungen auf Kosten der Umwelt. Schluss mit dem Wirtschaftsdruck auf die Gemeindevertretung und mit den entstandenen Abhängigkeiten (siehe Kommunalsteuer)!

Bei der hoffentlich bald kommenden Bürgerbefragung in Adnet weiß ich sehr klar, wie ich mich entscheiden werde: Lasst die schönen Adnetfelder in Ruhe! Denkt nicht kurzfristig und an unmittelbar winkende materielle Vorteile!


Dr. Kurt Arrer, 5421 Adnet

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