Leserbrief

Zubetonieren der Grünflächen

Wenig überraschend, aber doch enttäuschend ist es, dass in den Köpfen der politischen Parteien und offenbar auch der Redaktion des SN-Lokalteiles der weiterhin ungebremste Flächenfraß als Problem ersten Ranges nicht angekommen ist. Gut illustriert wird der geplante weitere Bodenverbrauch durch das dem Artikel "Platz ist genug, aber fürs Hallenbad fehlt es an Zahlern" im SN Lokalteil vom 17. Jänner beigefügte Bild des als Bauplatz reservierten Grünlandes. Allein im Raum Wallersee wurde in letzter Zeit von zwei neuen beträchtliche Naturflächen in Anspruch nehmenden Projekten (Spediteur Lagermax und das große Hotelprojekt) berichtet, sowie jetzt über das Hallenbad - alle Projekte sollen, bzw. sind schon, auf der "grünen Wiese" verwirklicht worden oder werden. Die zur Verfügung stehenden Flächen sind leider einmal limitiert und der Raum für die auch für uns lebenswichtigen Pflanzen und Tiere wird immer mehr beschnitten und die C02-Bilanz allein durch den Bau derartiger Projekte (Herstellung und Transport von Zement und Beton verbraucht sehr viel Energie und stößt viel CO2 aus) verschlechtert. Daher gehört endlich mit dem Zubetonieren der verblieben Grünflächen aufgehört. Stattdessen gibt es mehr "Polit-bla-bla-bla" und es wird fleißig weiter betoniert bis auch der letzte Grashalm verschwunden ist.

Dr. Nikolaus Neuhold, 1190 Wien

Aufgerufen am 25.05.2022 um 12:22 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/zubetonieren-der-gruenflaechen-115664824

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