Conversio Bagoariorum et Carantanorum

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Conversio Bagoariorum et Carantanorum (Bekehrung der Baiern und Karantanen) ist ein lateinischer Text , der die Missionstätigkeit des Erzbistums Salzburg im Stammesgebiet der Bayern und Karantanen beschreibt.

Geschichte

Er entstand um 870 in Salzburg wahrscheinlich auf Veranlassung von Erzbischof Adalwin. Der Text sollte die Ansprüche des Erzbistums für die Missionstätigkeit in Pannonien belegen.

Aufbau

Die Conversio beginnt mit einer Darstellung des Lebens und Wirkens Erzbischofs Rupert von Salzburg an der Grenze des Fränkischen Reiches zum Reich der Awaren und anschließend in Salzburg. Im Anschluss daran werden die Bischöfe und Äbte von Salzburg aufgezählt, den Abschluss bildet die die Geschichte der Karantanen seit dem 7. Jahrhundert dargestellt.

Geschichtlicher Hintergrund

Im Jahr 870 hatte Papst Hadrian II. Methodios zum Erzbischof für Sirmium, das Fürstentum Pannonien und das Mährerreich ernannt. Dagegen wendete sich das Erzbistum Salzburg , da es seine Ansprüche in diesem Gebiet bedroht sah. 870 wurde Methodios durch die bayerische Kirche gefangengesetzt. Bei einem Gerichtsprozess vor König Ludwig den Deutschen sollte der Text belegen, dass das Erzbistum Salzburg Ansprüche auf die Missionstätigkeit in Pannonien hatte. Die Rolle Salzburgs bei der Missionierung Bayerns, Karantaniens und Pannonien wird besonders hervorgehoben. Bei der Beschreibung wird jedoch der Anteil des Bistums Passau nicht erwähnt. Auch werden manche Einzelheiten zu Gunsten Salzburgs verändert.

Methodios wurde erst 873 freigelassen und wirkte wieder in Pannonien. 874 gelang es Erzbischof Theotmar von Salzburg, in Pannonien Einfluss zu erlangen. 880 floh Methodios nach Mähren.

Quelle

Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Conversio Bagoariorum et Carantanorum"