E5

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Das e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden ist ein Programm zur Qualifizierung und Auszeichnung von Kommunen, die durch den effizienten Umgang mit Energie und der verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energieträgern einen Beitrag zu einer zukunftsverträglichen Entwicklung unserer Gesellschaft leisten wollen.

Logo des e5-Landesprogramms für energieeffiziente Gemeinden

Allgemeines

Beim e5-Programm steht nicht nur die energetische Verbesserung der eigenen kommunalen Anlagen im Vordergrund - der Austausch mit anderen e5-Gemeinden sowie die Zusammenarbeit mit Schulen und Betrieben spielen dabei ebenso eine wichtige Rolle wie Bürgerbeteiligung und Bewusstseinsbildung durch Information, spezielle Angebote und Aktionen. Ziel ist es, Energieeffizienz, den Anteil erneuerbarer Energieträger und Klimaschutz auf dem gesamten Gemeindegebiet zu erhöhen.

Angelehnt an Qualitätsmanagementsysteme ist das e5-Programm als ein Prozess zu verstehen, in dem Schritt für Schritt

  • Schwachstellen aufgedeckt und Verbesserungspotentiale identifiziert werden,
  • Strukturen und Abläufe zur erfolgreichen Umsetzung von Energieprojekten aufgebaut oder verstärkt werden,
  • ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt wird, sowie
  • die Mitwirkung der Bevölkerung an energiepolitischen Entscheidungen und Aktivitäten ermöglicht wird.

Programmablauf

Jede Gemeinde, die sich aktiv für Klimaschutz, Energieeffizienz und die Verwendung von erneuerbaren Energieträgern einsetzen will, kann sich beim Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) um die Aufnahme ins e5-Programm bewerben. Grundvoraussetzung für die Aufnahme sind ein Gemeindevertretungsbeschluss, die Gründung eines e5-Teams sowie die Unterzeichnung einer Basisvereinbarung mit dem SIR.
Bevor Projekte umgesetzt werden, erstellt der e5-Betreuer gemeinsam mit der Gemeinde eine Ist-Analyse, um die Stärken und Potentiale in den energierelevanten Handlungsfeldern aufzuzeigen. Dabei werden alle Gebiete berücksichtigt, auf die die Gemeinde Einfluss hat: Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und Anlagen, kommunale Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation. Das daraus entstehende energiepolitische Profil ist Ausgangspunkt für die Formulierung der Klimaschutzziele und für die kontinuierliche Arbeit des e5-Teams.
Das e5-Team sorgt dafür, dass konkrete Projekte geplant, vom politisch zuständigen Gremium beschlossen und schließlich umgesetzt werden. Zudem wird im Jahresrhythmus Bilanz über die Programmarbeit gezogen. Im Zuge dessen wird das Arbeitsprogramm überprüft und gegebenenfalls um neue Projekte erweitert.

Fachmännische Begleitung und Betreuung

Die Salzburger e5-Gemeinden werden vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) betreut. Das SIR begleitet die Gemeinde das ganze Jahr über telefonisch, per Mail oder vor Ort. Daneben werden regelmäßig Erfahrungsaustauschtreffen, Exkursionen und Weiterbildungsveranstaltungen für die Gemeinden organisiert.

Auszeichnung

Die e5-Gemeinden stellen sich regelmäßig einer Erfolgskontrolle und werden schließlich von einer externen Kommission ausgezeichnet. So durchläuft eine Gemeinde im e5-Programm bis zu fünf Auszeichnungsstufen, angefangen von "e" bis hin zu "eeeee".

Finanzierung

In Salzburg wird das e5-Landesprogramm sowohl durch die Mitgliedsbeiträge der e5-Gemeinden als auch vom Energieressort des Landes Salzburg finanziert.

Entstehung

Das Programm wurde 1998 von den Bundesländern Tirol, Vorarlberg und Salzburg ins Leben gerufen. Mittlerweile gehören auch die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Niederösterreich und Burgenland zum österreichischen e5-Netzwerk. Die Zahl der e5-Gemeinden in Österreich wächst von Jahr zu Jahr.

Verbreitung

e5 in Österreich

Um die Tätigkeiten der Programmträger in den einzelnen Bundesländern zu koordinieren, wurde der Verein „e5 Österreich – Programm für energieeffiziente Gemeinden" mit Sitz bei der Österreichischen Energieagentur in Wien gegründet. e5-Österreich ist der erste Ansprechpartner für überregionale, nationale und internationale Belange im e5-Programm.

e5 in Europa

Seit 2002 gibt es das harmonisierte Programm European Energy Award®, das weitestgehend auf den Programmen e5 (Österreich) und Energiestadt (Schweiz) basiert. Der European Energy Award® ist u.a. in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Luxemburg und in der Schweiz eingeführt. Österreichische e5-Gemeinden sind somit auch Teil dieses großen europäischen Netzwerkes. Ein internationaler Dachverband (Forum European Energy Award) zeichnet für die Einheitlichkeit des Programms in allen Mitgliedsregionen verantwortlich.

Das europäische System ist im Gegensatz zu e5 zweistufig: Den European Energy Award® erhalten Gemeinden, wenn sie mindestens die Hälfte der möglichen Maßnahmen umgesetzt haben. Das entspricht der e5-Auszeichnung „eee“. Um den European Energy Award® Gold zu erreichen, müssen in einer Gemeinde – ebenso wie für die Ereichung von „eeeee“ – mindestens 75 % der möglichen energierelevanten Maßnahmen umgesetzt sein.

Weblinks

Quellen