Spitzwegerich

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Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata L.) ist eine sehr häufig vorkommende Wiesenpflanze, die auf Wiesen, Rainen und Wegrändern anzutreffen ist.

Namen

Der Spitzwegerich wird nach seinem Aussehen im Volksmund auch als Heufressa, Hundsrippen, Lämmerzunge, Lungenblattl, Rippenkraut, Rossrippen, Schafzunge, Schlangenzunge, Siebenrippen, Spießkraut, Spitzfederich und Spitz-Wegeblatt bezeichnet.

Beschreibung

Der Spitzwegerich hat einen ausdauernden Wurzelstock, der grundständige, lanzettförmige Blätter hervorbringt, die schmal und spitz erscheinen. Die Blütezeit der Pflanze ist vom Mai bis zum September.

Heilkraft

Der Spitzwegerich verfügt auch über heilkräftige Pflanzenteile. Seine Blätter werden von Anfang Mai bis Ende August – solange die Pflanze blüht, aber der Samen noch nicht gereift ist – gesammelt. Sie werden getrocknet und zur Teezubereitung verwendet. Spitzwegerichwurzeln werden ab Mitte August bis gegen Ende Oktober geerntet und getrocknet. Wie die Blätter sind sie beinahe geruchlos und weisen einen salzigen, zusammen ziehenden Geschmack auf. Der Spitzwegerich ist eine seit urdenklichen Zeiten genutzte Heilpflanze, die in allen Kräuterbüchern des Mittelalters Erwähnung findet. Seine Inhaltsstoffe machen ihn zu einer bei Atemwegserkrankungen eingesetzten Naturmedizin. Er wurde und wird bei Verschleimung, Husten, Keuchhusten und Lungenasthma – vorwiegend als Tee – verabreicht.

Allergieauslöser

Die Kehrseite ist, dass der Spitzwegerich bei der Auslösung von Allergien eine wahrscheinlich weit größere Rolle als bisher angenommen spielt, was sich durch seine lange Blütezeit bei Betroffenen noch unangenehmer auswirkt als Pollen von Pflanzen mit kurzer Blütezeit.

Quellen

  • ORF, Salzburg Heute, 27. März 2011
  • Richard Willfort, Gesundheit durch Heilkräuter, Rudolf Träuner Verlag Linz, 6. Auflage, 1964