Leserbrief

380kV und 5G: Betroffenheit?

In der Berichterstattung der letzten Wochen rund um Wald, Demonstrations- und Mastenfreiheit höre und lese ich immer wieder von "Betroffenen": Bauern, enteignete Waldbesitzer oft an erster Stelle, Anrainer/-innen, vielleicht noch der Tourismus …
Eines der größten Fragezeichen in meinem Kopf: Wie könnte sich auch nur irgendjemand in dieser Region, ja auch über diese Region hinaus, als nicht betroffen verstehen?!
Nicht nur oben genannte, eben so wenig nur Menschen, die aufgrund einer Hochsensibilität bereits jetzt Mühe haben, ihr Leben einigermaßen erträglich gestalten zu können. Nicht nur jene Kinder, die in einem fast noch frisch gebauten Waldkindergarten plötzlich dieser enormen Strahlung ausgesetzt wären, die eigentliche Grundidee auf fast perverse Weise ins Gegenteil verkehrt. Nicht nur ein Gesundheitswesen, das auch ohne 380kV und 5G längst nicht nur mehr aus- sondern weit überlastet ist.
Nicht ein einziges Wesen, das davon nicht betroffen wäre, in der gesamten Region, und keineswegs nur ein bisschen! Sollten Natur- und Lebensraum weiterhin derart mit Füßen getreten werden, von Mächten aus Politik, und einer so genannten Wirtschaft, die erstere fest im Griff zu haben scheint. So genannt, denn Profitgier und Machtspiel scheinen sich an Stelle von Verantwortlichkeit gerückt zu sein, fein säuberlich hinter Paragrafen versteckt.
Und warum jetzt 5G? Nun, vielleicht ein völlig anderes Kapitel, mir fehlt hier zugegebenerweise der technische Hintergrund, aber wer weiß, bleibt eine APG deshalb so beharrlich bei der veralteten Freileitungsvariante, weil auf solchen Masten sich doch sicher noch ein Plätzchen finden würde … ?

Berta Neureiter, nicht Grundbesitzerin, nicht Anrainerin und sehr betroffen!, 5020 Salzburg

Aufgerufen am 29.11.2020 um 06:37 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/380kv-und-5g-betroffenheit-82945918

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