Leserbrief

Das Ende für die Haltestelle Birkensiedlung

Die Schlacht ist verloren. In der letzten Landtagssitzung wurde zum Thema Haltestelle Birkensiedlung nochmals ausführlich von Herrn LR Schnöll klargestellt, dass der Zug abgefahren ist. Immer wieder wurde das Unverständnis der Birkensiedler gegenüber zum Ausdruck gebracht. Mitmenschen aus Salzburg und Grödig, die dieses Thema nur am Rande mitbekommen haben und die es nicht betrifft, weil sie in einem anderen Stadtteil wohnen, fühlten sich bemüßigt uns Birkensiedler als gehfaul und sogar als Querulanten zu bezeichnen. Hiermit möchte ich einige Punkte klarstellen:
1. Ja, es war seit 2017 bekannt, dass die Linie 5 nach Grödig verlängert wird. Sehr begrüßenswert! Es wurde aber mit keiner Silbe und zu keiner Zeit bekanntgegeben, dass dadurch die Haltestelle Birkensiedlung beeinflusst wird bzw. aufgelöst wird.
2. Warum werden die kolportierten 400.000 Euro Baukosten wegen nur 180 Meter nicht hinterfragt?
3. Es wird bei der neuen Haltestelle Weidenstraße keinen Zebrastreifen als Querungshilfe über die viel befahrene Berchtesgadener Straße geben.
4. Die neue Haltestelle Weidenstraße bekommt keine gesonderte Beleuchtung, obwohl direkt dahinter der Morzger Wald ist und weit und breit kein Haus steht. Klimapolitisch hervorragend. Jeder wird sein Kind dort mit dem Auto abholen/bringen!
5. Das bekannte Problem mit den Schneeverwehungen im Winter. Der Gehsteig wird mit Schnee zu sein und die Schulkinder gehen auf der Straße zur Bushaltestelle.
6. Die in die Irre führende Doppelbezeichnung Linie 5. Richtig wäre 5a geht nach Grödig, 5b (noch) in die Birkensiedlung. Wobei jeder weiß, dass die Haltestelle Birkensiedlung über kurz oder lang aufgelassen wird.
7. Warum hinterfragt niemand, warum alle Fraktionen unsere Stadtpolitik auf Zuruf der Salzburg AG und ohne Überprüfung Baumaßnahmen in der Höhe von 400.000 Euro zustimmen? Und es auch nicht der Mühe wert finden, sich die Situation vor Ort anzusehen?
8. Die Bürgerversammlung hatte überhaupt nichts mit der anstehenden Nationalratswahl zu tun. Empörte Bürger wollten Antworten auf Fragen, die eigentlich schon vor zwei Jahren geklärt hätten werden müssen.
9. Wann werden endlich externe Straßenplaner für den öffentlichen Verkehr in Salzburg in Anspruch genommen? Die Salzburg AG darf sich die Umstände wie sie arbeitet selbst gestalten und sagt der Stadt lediglich wie viel es kostet und die Politik stimmt zu. Eine Schande!
Letztlich bleibt nur mehr der fahle Geschmack der Ratlosigkeit, Enttäuschung und der Ohnmacht, dass die Bemühungen um die Sicherheit unserer Kinder in unserer Stadt keinen Cent wert ist, aber das desaströse Handeln der Salzburg AG viel kosten darf.

Serena Hinteregger, 5020 Salzburg

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