Leserbrief

Gedanken zum Tierschutz

Wie wäre es, wenn sich die Menschen, die sich berechtigt über Tiertransporte und Schächten erregen, auch über die von Wölfen zerrissenen Nutztiere Gedanken machen würden? Schafe mit heraushängenden Gedärmen, die noch leben, Rinder in den Graben zu Tode gehetzt! Das hat mit Natur nicht zu tun. Denn in Mitteleuropa gibt es keine wolfstaugliche Wildnis mehr. Die Illusion von Herdenschutz im Gebirge wurde in Frankreich längst widerlegt. Trotz riesigen Aufwands haben sich dort die Nutztierrisse vervielfacht. Das Endziel der Naturschutzorganisationen, die im Alpenraum Wölfe aggressiv durchsetzen wollen, kann daher nur sein, die Alm- und Bergbauern zu verdrängen und damit Wildnis zu schaffen. Wir lassen uns aber nicht von Besitz und Heimat vertreiben mit den großen Räubern Wolf und Bär. Das wird der Kulturkampf, ja Klassenkampf des Jahrhunderts!

Johann Wallner, Bergbauer, 5661 Rauris

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