Leserbrief

Zukunft des Bargeldes

Ein Hoch dem 18-jährigen Lukas Ofenböck. Seinen Beitrag für den MISCHA-Schreibwettbewerb ("Die junge Seite", SN vom 21. Mai) hätte ich schon längst als kritischen Kommentar der SN-Wirtschaftstredaktion erwartet. Aber immerhin kommt ein Jugendlicher zu Wort, der offensichtlich die große Gefahr sieht, dass in Bälde das Bargeld unter dem fadenscheinigen Vorwand der Korruptions- und Geldwäschebekämpfung sowie der Abwehr des Vordringens der Kryptowährungen abgeschafft wird. Wer Augen im Kopf hat und eins und eins zusammenzählen kann, dem werden die Pläne der EU bzw. der EZB zur völligen Abschaffung des Bargeldes wohl nicht verborgen bleiben. Die Planungen zur Einführung des digitalen Euros sind bereits weit fortgeschritten wie auf der Homepage der EZB ersichtlich. Damit ist auf Sicht trotz aller gegenteiligen Beteuerungen auch das Aus des analogen Euros verbunden.Der gläserne Kontoinhaber - mit seinem einzigen digitalen Konto bei der EZB - kann sich gegen staatliche bzw. EU-Bevormundung nicht mehr wehren, und läuft Gefahr, bei Nichteinhaltung von Vorgaben "von oben" finanziell bestraft zu werden.
Lukas Ofenböck schreibt ganz richtig, dass die Abschaffung des Bargeldes "sich fast nur für den Staat positiv auswirken würde, und das bedeutet naturgemäß selten etwas Gutes für das Volk". Dem ist nichts hinzuzufügen!


Ernst Ulrich Schafranek, 5020 Salzburg

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