Fast vergessen, handwerkliches Erbe

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Titelbild Buch Fast vergessen, handwerkliches Erbe

Buchtipp Fast vergessen, handwerkliches Erbe.

Autoren: Christine Frenkenberger, Walter Seitz-Krautstorfer und Björn Thönicke
Verlag: styria regional
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN 978-3-7012-0099-3

Buchbeschreibung des Verlags

"Fast vergessen" porträtiert Menschen, die altes, oft im Aussterben begriffenes Handwerk mit geradezu philosophisch anmutendem Selbstverständnis, einem Höchstmaß an Präzision und leidenschaftlicher Hingabe betreiben. Noch detailreicher und damit eindrucksvoller, wie schon die Filmreihe „Fast Vergessen“ bei Servus TV, veranschaulichen Bilder und Texte in diesem Buch die überlieferten und durch ein ganzes Berufsleben hindurch perfektionierten Handgriffe von wirklichen Meistern ihres Faches. Faszinierend ist es, ihnen auf die Finger zu schauen, und bewundernswert ist es, mit welcher Geduld und Handfertigkeit sie ihre Werkstücke schaffen. Weit entfernt von den Interessen heutiger Ökonomie wird man hier an Werte erinnert, die das Können, das überlieferte Wissen und den Stolz auf das mit Händen Geschaffene als wesentlich ansehen, und nicht selten stirbt mit einem Handwerksmeister auch sein Handwerk. Das Buch zur Fernsehreihe berichtet eindrucksvoll von Arbeit, von zufriedenen, in sich ruhenden Menschen und vom Denken und Machen, das unweigerlich ineinanderfließt und einen ganz eigenen Blick auf die Welt formt. Der Leser wird hier wahrlich entführt in eine entschleunigte Welt.

Rezension 1

Ein informativ geschriebenes Buch mit vielen interessanten Details über die Handwerke

Alte Nähmaschinen machen schönere Nähte bei handgemachten Schuhen, Alphörner werden geklebt, für den Bau eines Kontrabasses muss man 200 bis 400 Stunden rechnen, die Familie Grassmayr betreibt die hohe Kunst des Glockengießens bereits in der 14. Generation – dies und noch vieles mehr erfährt der Leser in diesem Buch, das aufgrund einer Servus-TV-Dokumentarfilmserie entstanden ist.

20 Handwerkerinnen und Handwerker schildern, wie sie zu ihrem Beruf gefunden hatten, was das Besondere an ihrem Handwerk ist und andere Aspekte. Die HandwerkerInnen kommen dabei selbst zu Wort, beschreiben ihre Arbeit, was sie daran freut und was ihnen wichtig ist. Die Bilder zeigen die Menschen und ihre Arbeit, die manchmal engen Produktionsräume, das Miteinander mehrerer Generationen, die körperlichen Anstrengungen oder die notwendige Konzentration. Sie zeigen beispielsweise in zwölf Bildern, wie die „Goiserer“ entstehen, jene robusten Bergschuhe, die schon Kaiser Franz Joseph I. getragen hatte. Oder sie zeigen, wie eine Zille in der Werkstatt von Rudolf Königsdorfer in Niederramma an der Donau entsteht, wo dieses Handwerk schon seit 1820 gepflegt wird. Über 300 historische „Model“ stehen Hutmachermeister Alexander Reiter in Bad Aussee für einen „Original Ausseer Hut“ zur Verfügung. Ein Säckler, eine Bäckerin, ein Südtiroler Latschenölbrenner, ein Harfenmacher, ein Messermacher und andere HandwerkerInnnen haben die Autoren stellvertretend für die vielen HandwerkerInnen, die nicht Platz im Buch gefunden haben, lebendig geschildert.

Das Buch ist gut geschrieben mit ansprechendem Bildmaterial und vermittelt anschaulich die einzelnen Handwerke. Und es macht Hoffnung, dass so manches Handwerk, von dem man dachte, es sei schon ausgestorben oder nahe daran, doch Zukunft hat. Denn viele der vorgestellten HandwerkerInnen sind junge Leute!

Rezension 2

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