Ofner Boden

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Ofner Boden im Hollersbachtal
Der Ofner Boden zählt zu den Weidegründen der Ofneralm

Der Ofner Boden im Hollersbachtal zählt zu den Feuchtflächen und zu den Anmooren im Hollersbachtal bzw. zu den "Mooren im Entstehen" gezählt werden.

Entstehung

Der Ofner Boden, Teil des Almgebietes der Ofneralm, entstand durch Felsstürze, deren Material aus dem sog. Säullahngraben und der Steigklamm stammt. Der letzte große Felssturz ereignete sich im Jahr 1933. Die Felsstürze haben einen Aufstau bewirkt und dieser führte zur Bildung eines Sees, der rasch verlandet.

Beschreibung

Vegetationskundlich kann beim Ofner Boden von einem “Moor im Entstehen“ gesprochen werden, duch die rasche Anlandung mit schottrigem und sandigem Material einerseits und der Eintiefung durch die Bacherosion am Nordende des Beckens - verbundne mit der Ungewisseheit von neuen Felsstürzen aus Säullahnrinne und Steigklamm ist der weitere Verlauf einer allfälligen Moorbildung aber nur hypothetisch. Die für ein Moor typischen Pflanzen zeigen sich hier trotz der jahrzehntelangen wechselvollen Entwicklungsgeschichte bisher nur in geringem Ausmaß. Arten, die auf der „Roten Liste“ stehen, sind nicht vorhanden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die verschiedenen geländeformenden Ereignisse wie Anlandung und Materialeintrag oberhalb des Ofner Bodens und Felsstürze unterhalb des Ofner Bodens einerseits, sowie die Erosion durch den Hollersbach anderseits - -aber nicht zuletzt auch die Beweidung der Feuchtflächen durch Kühe (Vertritt) - auf die Vegetation und die Kleintierwelt des Ofner Bodens in den kommenden Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten auswirken.

Quellen

  • Naturführer Hollersbachtal, Nationalpark Hohe Tauern, Land Salzburg, Salzburger Nationalparkfonds, Neukirchen am Großvenediger, Neukirchen 1990
  • Dissertation von Dr. Reinhard Medicus über die Vegetationsverhältnisse des Hollersbachtales, Salzburg 1981