Pfannhalter

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Hölzerner Pfannhalter in der Rauchkuchl im Heimatmuseum Schloss Ritzen
Schmiedeeiserner Pfannhalter, Brandstätthof, Taxenbach

Ein Pfannhalter ist eine Vorrichtung aus Holz oder Schmiedeeisen, auf der eine Pfanne abgestellt und deren Stiel je nach Bedarf tiefer oder höher gelagert werden konnte.

Beschreibung

Ein hölzerner Pfannhalter besteht in der Regel aus einem etwa pfannenbodengroßen runden Endstück, auf dem die Pfanne abgestellt wird. Mit diesem Endstück ist ein Arm, der etwas kürzer ist als der Pfannenstiel, verbunden. Aus dessen Ende ragt ein senkrecht angebrachter Rundstab, der mit einem Gewinde versehen ist. Auf diesem befindet sich ein mit einem Innengewinde versehenes, längliches Holzstück, das dem Stab wie eine Schraubenmutter aufsitzt und daher höher oder tiefer gedreht werden kann und auf dessen beiden Seitenteilen wahlweise der Pfannenstiel abgelegt werden kann. Der Stab auf einem schmiedeeisernen Pfannhalter verfügt entweder ebenfalls ein Gewinde oder anstelle des Gewindes über kerbenartige Auflagen für den Pfannenstiel. Sein rundes Endstück, auf dem der Pfannenboden abgestellt wird, hat in der Regel zwei Beine, damit die oft heiße Eisenfläche nicht direkt auf dem Tisch aufliegt.

Verwendungszweck

Damit bei bestimmten Speisen der nach und nach kleiner werdende Pfanneninhalt während der Mahlzeit in eine „löffelgerechte Lage“ gebracht werden konnte, stellte man den Stiel mittels einer Vorrichtung auf dem Pfannhalter nach Bedarf höher oder tiefer.

Pinzgauer und Pinzgauerinnen und ihre Gäste kennen den Pfannhalter auch heute noch vom traditionellen Kasnockenessen.

Hintergrund

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein aß man in den ländlichen Gebieten im Bundesland Salzburg nicht aus Tellern, sondern löffelte das Essen aus gemeinsam benutzten Pfannen, Töpfen und Schüsseln, die auf der Tischmitte abgestellt wurden.

Andere Vorrichtungen

Wie das nebenstehende Bild zeigt, konnte der Pfanne ein Dreifuß übergestellt werden, in dem eine Schüssel mit einer Beilage wie z. B. Sauerkraut Platz gefunden hat.

Quelle