Sausal

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Landschaft bei Kitzeck im Sausal

Der (oder das) Sausal ist eine hügelige Landschaft in der Weststeiermark.

Lage

Sausal wird jener Landstrich genannt, der sich zwischen den Flüssen Sulm und Laßnitz erstreckt. Das Sausalgebirge liegt zwischen der 46. und 52. Minute des 46. Grades der nördlichen Breite, und zwischen 3. und 10. Minute des 33. Grades der östlichen Länge.... Das Sausalgebirge wird im Norden und Osten von der Laßnitz in einem weiten Bogen umflossen; längs der Südseite desselben strömt die Sulm hin. Die Grundfläche des Gebirges neigt sich vom Norden nach Süden, daher streichen die Haupttäler in der nämlichen Richtung, und die in denselben fließenden Bäche laufen der Sulm zu. Der Sausal wird in den Vordersausal und in den Hintersausal unterteilt. Bekannte Orte sind Kitzeck im Sausal, St. Nikolai im Sausal und St. Andrä im Sausal.

Etymologisches

Obwohl das Gebiet wahrscheinlich auch in römischer Zeit unbesiedelt blieb, wird der Name Sausal vom lateinischen Solva silva, das bedeutet Sulmwald, hergeleitet.

Geschichte und Salzburgbezug

Um 970 gab Kaiser Otto der I. das Gebiet zwischen Sulm und Laßnitz dem Erzbistum Salzburg als Lehen. Der Sausal gehörte ab dann zu den Auswärtigen Herrschaften des Erzbistums Salzburg. Das ist auch der Zeitpunkt, an dem die Bezeichnung Sausal erstmals in einer Urkunde verwendet wird. Der bis dahin eher menschenleere Landstrich – es liegen so gut wie keine archäologischen Funde aus früherer Zeit vor - wurde nun von „Deutschen Bauern“ besiedelt. Diese rodeten das Waldland und brachten in der Folge auch den Weinbau, der bis heute hier betrieben wird, in den Sausal. Mittlerweile spielen neben dem Weinbau auch Obst- und Kürbiskulturen und vor allem der Fremdenverkehr eine wirtschaftlich wichtige Rolle.

Zum Ende der Salzburger Grundherrschaft über den Sausal weiß das Salzburgwiki: Die steirischen Staatsherrschaften Landsberg und Thurn sowie Harrachegg (ehem. Pflegamt und Berggericht Sausal) wurden 1811 bzw. 1812 versteigert und von Moriz Graf Fries erworben, der sie 1820 an den Fürsten von Liechtenstein veräußerte.

Bildergalerie

Quellen