Schuhplatteln

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Steirisches Schuhplatteln, 1937.

Schuhplatteln ist ein volkstümlicher Brauch, dessen Wurzeln auch im Land Salzburg zu finden sind.

Geschichte

Die sich ab dem 19. Jahrhundert stark ausweitende Popularität des Tanzes in weiten Teilen der Ostalpen und das relativ späte Einsetzen einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Volkstanz erschweren die Erforschung der Ursprünge des Schuhplattlers. Der österreichische Musikwissenschafter Karl Horak identifizierte Teile des Bundeslands Tirol, Südtirols, Salzburgs und Oberbayerns als Zentralgebiete, in denen er eine bodenständige Überlieferung nachweisen konnte. Der Schuhplattler entwickelte sich auf jeden Fall aus dem Ländler. Ursprünglich war er ein Einzelpaartanz ohne gewollte Gleichzeitigkeit der Bewegungen und durch Spontaneität der Tanzenden geprägt.

Im Drei-Viertel-Takt eines Ländlers absolvierte der Bursch eine Folge von Sprüngen und Hüpfbewegungen nach dem Rhythmus der Musik. Dabei „plattelte“ (schlug) er sich selbst auf Schenkel, Knie und Fußsohlen, „paschte“ (klatschte) in die Hände und stampfte mit den Füßen auf. Den Abschluss bildete ein kurzer walzerischer Rundtanz mit dem Mädchen.

Schuhplatteln heute

Der Trachtenverein Barmstoana in Oberalm ist einer der Heimatvereine, die das Schuhplatteln noch praktizieren.

Quelle

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Schuhplattler"