Werner Mössler

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Werner Mössler (* in Radenthein, Kärnten) ist ein gehörloser Schauspieler und Übersetzer für Gebärdensprache. Er lebt und arbeitet in Salzburg.

Leben

Mössler besuchte die Gehörlosenschule in Klagenfurt und bestritt eine Ausbildung zum Heilmasseur. Im Jahr 1993 war er Mitbegründer des Gehörlosentheaters bei ARBOS - Gesellschaft für Musik und Theater und er absolvierte von 1993 bis 1998 eine Ausbildung zum professionellen Schauspieler. Seit 2006 arbeitet er auch an der Übersetzung von Theaterstücken in Gebärdensprache unter anderem: Gert Jonke „Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist“, Georg Büchners „Woyzeck“ in einer Bearbeitung von Dževad Karahasan, Georg Büchner „Der hessische Landbote – Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“

Als Schauspieler hat Mössler unter anderem in folgenden Theaterstücken mitgewirkt: Die Sprache im Raum (von Herbert Gantschacher), Sprechproben (von Herbert Gantschacher), Die andere Seite der Stille (Gedichte amerikanischer gehörloser Schriftsteller zum Thema Musik vertont von den österreichischen Komponisten Johannes Kern, Werner Raditschnig, Wolfgang Seierl und Bruno Strobl) Schauplatz (von Rico Peterson / inszeniert von Howie Seago) Am Vorabend des 50.Hochzeitstages (von Volckmar Jaeger), Im Sturm der Zeichen (Tanztheaterprojekt über die gehörlosen Künstler Goya und Gustinus Ambrosi sowie die gehörlosen Komponisten Bedrich Smetana und Ludwig van Beethoven / choreographiert von dem gehörlosen Tänzer und Choreographen Juho Saarinen), Disconnected / Kein Anschluss (Willy Conley), Ich sehe was, was Du nicht siehst (Herbert Gantschacher), Die Fremden (Dževad Karahasan), Theaterfallen (Daniil Charms), Schnee und Tod (Dževad Karahasan), Der Ohrenzeuge (Elias Canetti), Krankheit Krieg (Szenen, Manifeste und Gedichte von Georg Trakl, August Stramm, Hugo Ball, Theo van Doesburg, Paul Scheerbart und den itralienischen Futuristen Marinetti, Corra, Settimelli, Cangiullo, Chiti), Steine in den Taschen (Marie Jones), Weisser Schnee bedeckt des Lebens Röte / Beauty Oversnow’d and Bareness Everywhere (Sonette von William Shakespeare vertont von Werner Raditschnig), Der Tod des Empedokles (Friedrich Hölderlin), Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist (Gert Jonke), Woyzeck (Georg Büchner / Dževad Karahasan).

Ein Besonderheit in der Theaterarbeit von Werner Mössler als gehörloser Schauspieler ist der Umgang mit Musik, die für Gehörlose visuell fürs Auge und durch Schwingungen erlebbar ist. Über „Visuelle Musik“ hat sich Werner Mössler folgendermaßen geäußert:

„Die arythmischen Bewegungen der Sonnenstrahlen, die sich auf den Wellenbewegungen des Wassers spiegeln, der tropfende Wasserhahn, die Blätter im Wind, all das hat einen bestimmten Rhythmus und kann für Gehörlose zur Musik werden.“

Literatur

  • Eva Zwick „Hören. ‚Hörräume’ im Gehörlosentheater“ Magisterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Magister der Künste in der Studienrichtung Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität Mozarteum; Salzburg 2007.

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