Leserbrief

Strahlung: Aufklärungs- und Handlungsbedarf gefordert

Bezugnehmend auf den Leserbrief "Und der Bestrahlungsschutz?" von Frau Christine Schönherr vom 5.11. in den SN möchte ich folgendes anmerken. Wie Frau Schnöll die Sachlage treffend darstellt, braucht es für gewisse Menschengruppen Schutz- und Barrierefreiheit - und das nicht nur vor Tabakrauch und anderen Umweltgiften, für Elektro(hyper)sensibel sollte der Schutz vor Mobilfunkstrahlung gewährleistet sein. Da mittlerweile in fast allen Bereichen die mobile Form der Kommunikation Einzug gehalten hat, ist es für empfindliche Personengruppen (ca. 40 000 plus Dunkelziffer!) aufgrund der hohen Strahlungsbelastung nicht mehr möglich sich zu erholen, sich zu regenerieren oder gar zu genesen.
Für mich ist es unverständlich, dass in sensiblen Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Rehas, Arztpraxen und dgl. eine derart unkontrollierte Zwangsbestrahlung via Sendeanlagen, Mobiltelefonen, WLAN oder Schnurlostelefonen derart ausufern darf. Müssten nicht vor allem Babys, Kindern, Schwangeren, Krebskranke vorsorglich Schutz vor starker Funkstrahlung geboten werden? Als bereits an den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung erkrankte Person und aktives Mitglied der Selbsthilfegruppe Elektrosmog Salzburg, erlebe ich mitunter existenzvernichtende Schicksale aus nächster Nähe. Wäre da nicht die Umweltmedizin, die mit Rat und Tat zur Seite steht, würden Betroffene an der ignoranten Haltung inklusive Falschdiagnosen mancher Fachärzte schlichtweg verzweifeln. Mit der fünften Generation des Mobilfunks, der flächendeckend eingeführt werden soll, ist eine weitere belastende Dauerstrahlendosis zu erwarten. Und das ohne dafür vorgesehene Schutzzonen und ohne Technikfolgeabschätzung.
Werte Verantwortliche: Es besteht dringendst Aufklärungs- und Handlungsbedarf!

Daniela Pichler, 5324 Hintersee

Aufgerufen am 26.01.2020 um 06:44 auf https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/strahlung-aufklaerungs-und-handlungsbedarf-gefordert-79044778

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