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Apomyelois ceratoniae

Apomyelois ceratoniae (Myelois ceratoniae Zeller, 1839) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Pyralidae (Zünsler).

Volkstümliche(r) Name(n): Johannisbrotmotte

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

A. ceratoniae ist in Salzburg vermutlich nicht heimisch, sondern wurde, ebenso wie in anderen Gegenden Mitteuropas nördlich der Alpen, gelegentlich mit Südfrüchten eingeschleppt. In Salzburg sind nur drei solcher Funde bekannt, die alle aus dem Gebiet der Stadt Salzburg (Zone Ia nach Embacher et al. 2011) aus den Jahren 1903, 1966 und 1967 stammen. Die Höhenlage dieser Funde beträgt rund 425 m, die Falterfunde stammen aus den Monaten Juli und August, eine im Winter mit Südfrüchten eingeschleppte Raupe ergab den Falter im geheizten Zimmer aber schon im Jänner (Kurz & Kurz 2018).

Biologie und Gefährdung

Die Lebensweise der Imagines oder die Entwicklungsstadien der Art sind aus Salzburg nicht dokumentiert. Nach Slamka (1995) fressen die Raupen in den Hülsen von Ceratonia siliqua, dem Johannisbrotbaum, der in Salzburg nicht heimisch, in Südeuropa aber weit verbreitet ist. Sie sollen aber auch an getrockneten Südfrüchten leben. Jedenfalls war die Art in der Vergangenheit damit in Salzburg sicher nicht heimisch, sondern trat nur als eingeschleppter Irrgast auf. Die Raupen sollen aber auch in den Samenhülsen von Robinia pseudoacacia (Robinie) vorkommen, einem Neophyt, der besonders in der Umgebung der Stadt Salzburg in starker Ausbreitung begriffen ist. Damit könnte auch A ceratoniae heute bereits im Land heimisch sein, allerdings fehlt bisher ein entsprechender Nachweis.

Weiterführende Informationen

Weitere Bilder

  Apomyelois ceratoniae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Kurz, Marion A. & Kurz, M. E. 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 05 Juli 2018].
  • Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen – Verbreitung – Fluggebiet – Lebensweise der Raupen. Verlag Prunella, Bratislava, 1-30, 108-112, 53 + XII Taf.