Blaue Lupine

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Blaue Lupinen, Biberg, Saalfelden
Blaue Lupine, hier am Ilgenberg in Donnersbach, Stmk.
Samenhülsen der Blauen Lupine, gesehen unterhalb der Erlhofplatte in Bruck an der Großglocknerstraße

Die Blaue Lupine (Lupinus angustifolius), auch Schmalblättrige Lupine genannt, zählt zu den Lupinen genannten Pflanzen.

Beschreibung

Sie ist eine ein- oder zweijährige krautartige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 40 bis 80 cm erreicht. Der runde, behaarte Stängel wächst aufrecht und ist hellgrün. Die wechselständig angeordneten Blätter sind beidseitig behaart und fünf- bis siebenfach handförmig eingeschnitten. Die als endständige Trauben gebildeten Blütenstände weisen blaue Schmetterlingsblüten an kurzen Stielen auf. Ihre Blütezeit liegt zwischen Mai und August. Die darauf folgenden Früchte bestehen aus dicht behaarten geraden Hülsen, die jeweils vier bis sieben Samen enthalten.

Verbreitung

Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist der Mittelmeerraum. Sie wurde als Zierpflanze in Mitteleuropa eingebürgert, wo sie heute überall zu finden ist. Sie benötigt sandige, kalkarme und feuchte Böden und man findet sie an Wald-, Straßen- und Wegrändern.

Verwendung

Da die Blaue Lupine mit stickstoffbindenden Wurzelknöllchenbakterien symbiotisch lebt, gilt sie als Rohbodenpionier und kann zur Gründüngung und zur Verbesserung magerer Waldböden eingesetzt werden. Am Beginn des 20. Jahrhunderts züchtete man bitterstoffarme Sorten und verwendete diese als eiweißreiches Grünfutter. Alkaloidarme Samen sind auch für Menschen verträglich. Sie enthalten ca. 25 % Fett, 40 % hochwertiges Eiweiß und unter anderen auch die wichtigen Aminosäuren Methionin und Tryptophan.

Erwähnenswertes

Die ganze Pflanze - besonders die Samen - ist stark giftig und zählt somit zu den Giftpflanzen, die im Bundesland Salzburg heimisch sind. Als Vergiftungserscheinungen sind Speichelfluss, Erbrechen, Schluckbeschwerden, Herzrhythmusstörungen, aufsteigende Lähmung bis zur tödlichen Atemlähmung bekannt. Wenn Tiere größere Mengen von Lupinensamen zu sich nehmen, tritt die sog. Lupinose, die schwere Leberschädigungen verursacht, auf.

Quelle

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Blaue Lupine"
  • Giftpflanzen. Ein Begleiter für Eltern und Interessierte. HG Salzburger Bildungswerk, Salzburg, 2011