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Erlhofplatte

Im Vordergrund das Naturschutzgebiet Zeller See, dahinter links der Hahneckkogel, rechts die Erlhofplatte, von der Porsche Allee in Schüttdorf fotografiert
Zell am See mit Zeller See vor Thumersbach und dem Thumersbachtal, dahinter links der Hundstein, rechts der Hahneckkogel und daneben rechts die Erlhofplatte

Die Erlhofplatte (1 368 m ü. A.) ist eine Bergkuppe in der Hundsteingruppe der Pinzgauer Grasberge.

Lage

Sie befindet sich südwestlich des Hahneckkogels, östlich von Schüttdorf, südlich von Thumersbach und nördlich von Bruck an der Großglocknerstraße und liegt teilweise auf Brucker und teilweise auf Zeller Gemeindegebiet in der KG Erlberg. Sie fällt durch die ORF-Sendeanlage, die sich auf dem Gipfelplateau befindet, weithin ins Auge. Es führen mehrere Wanderwege auf die Erlhofplatte, die diese mit den umliegenden Orten verbinden.

Geschichte

Auf der Erlhofplatte war einst das einzige Almforschungsinstitut der Welt eingerichtet. Hofrat Dipl.-Ing. Dr. Julius Trubrig hat in den Jahren 1909 und 1910 einen Versuchsgarten angelegt, dem Versuche auf der Trauneralm im Fuscher Tal vorausgegangen waren. Er führte diesen Versuchsgarten in Eigenregie, legte Pflanzgärten an und rodete mit einer Bodenfräse das von den Rindern gemiedene Borstgras, das auf den heimischen Almböden häufig vorkommt. Dazu musste er einen eigenen Weg anlegen, der mit Pferdefuhrwerken befahrbar war. Dieser Weg besteht heute noch und lockte seinerzeit wegen der leichten Begehbarkeit zahlreiche Touristen an. Für seine Versuche erntete er bei den Landwirten der Gegend wenig Echo.

Es gelang ihm, etwa 47 000 Pflanzensamen zu ernten, wovon er 40 000 der Forschungsanstalt in Admont zur Verfügung stellte.

Quellen

  • Topografische, Österreichische Karte, 1:25 000, 3221 – West, Zell am See, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Wien, 2008
  • Max Effenberger, Brucker Heimatbuch, HG Gemeinde Bruck an der Großglocknerstraße