Der Knochenmann

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„Der Knochenmann“ ist ein Roman des Maria Almer Autors Wolf Haas spielt in der Ortschaft Klöch in der Südsteiermark.

Autor: Wolf Haas
Erscheinungsjahr: 1997 (5. Auflage 2002)
Verlag: Ro-ro-ro-Rowohlt Verlag Hamburg

Hauptfiguren

Simon Brenner, allgemein bekannt nur als „der Brenner“. Nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter mit seinem großen, roten, migränegeplagten Kopf und seiner ständigen Zigarette im Mund. Aber sein Durchhaltevermögen zeichnet den Brenner aus. Und so kommt es, dass er die schwierigsten Fälle immer wieder lösen kann.

Der alte Löschenkohl – Besitzer der Grillhendl Station. Eher wortkarg und zurückhaltend. Weiß er mehr als er vorgibt zu wissen? Oder hat er tatsächlich keine Ahnung davon, was im Keller der Grillhendl Station geschieht.

Pauli – der Stiefsohn des alten Löschenkohl. Ein eher lockerer Bursche, dessen einziges Hobby es ist mit dem Porsche zu fahren. Doch in der Stunde der Gefahr erweißt sich der Porsche-Pauli plötzlich als verantwortungsbewusst und tapfer.

Jacky – ein junger Bursche, im Alter des Porsche-Pauli, hängt zumeist tagsüber beim Löschenkohl in der Gaststube herum und verdient sich sein Geld in der Nacht mit dem Verkauf von Drogen in einem Bordell. Jacky gibt dem Brenner oftmals Hinweise, wer nun der Knochenmann sein kann. Und bezahlt dafür fast mit seinem Leben.

Handlung

Jetzt ist schon wieder was passiert. Bevor der Brenner arbeitslos zu Hause herumsitzt, fährt er lieber in die Steiermark. Nicht um Urlaub zu machen, ja was denkst du. In der Steiermark ist die Grillhendlstation vom Löschenkohl inzwischen weltbekannt. Doch jetzt pass auf, was ich dir sage. Vor kurzem hat jemand zwischen den Hendlknochen andere Knochen gefunden, die dort gar nicht hingehören: Menschenknochen.

Nun soll der Brenner herausfinden, wem die Knochen gehören und wie sie dort hingekommen sind. Doch das ist gar nicht so einfach. Besonders wenn unter seinem Fenster im Personaltrakt jeden Tag und jede Nacht die Knochenmehlmaschine surrt, so dass der Brenner nur schwer in Ruhe nachdenken kann. Und dann ist da auch noch die Schwiegertochter des Löschenkohl plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Der Brenner sucht nach ihr, aber er findet sie nicht. Stattdessen taucht der Kopf eines junge Mannes namens Ortovic auf. Der Ortovic ist der Stürmer beim FC Klöch. Nur wie kommt sein Kopf in den Sack mit den Fußbällen? Der Brenner ist ratlos. Und denkt daran, den Fall hinzuschmeißen. Aber pass auf was ich dir sage. Gerade als der Brenner ins Bordell geht, um sich von dem ganzen Stress und der Aufregung ein wenig abzulenken, praktisch er ist auch nur ein Mann, bekommt er gerade an diesem Ort den entscheidenden Hinweis auf den Täter.

Und noch bevor der Brenner richtig begreift, wer nun der Knochenmann ist, hat er noch allerhand zu tun. Zum Beispiel mit einer Schuhverkäuferin aus Graz flirten oder sich von einem ehemaligen Kollegen der Polizei im Zuge der Ermittlungen in der Nähe des Pratersterns in Wien auf gut deutsch gesagt verarschen zu lassen. Was macht der Brenner im Krankenhaus? Und wer liegt da im Nachbarbett? Worin besteht das Problem des alten Löschenkohl? Seit wann hat der Brenner das gegenteilige Problem? – Antworten auf diese Fragen sind im Roman zu finden.

Rezension 1

Mir gefällt dieser Roman sehr gut. Wolf Haas schildert in seinem unnachahmlichen Schreibstil – beginnend mit „Jetzt ist schon wieder was passiert ...“ - die Erlebnisse des Privatdetektiv Simon Brenner. Aufgrund der detailierten Beschreibungen kann ich mir die Figuren und die Schauplätze sehr gut vorstellen.

2009 ist Der Knochenmann verfilmt worden, siehe auch: Der Knochenmann - der Film. Es gibt Unterschiede zwischen dem Roman und der Verfilmung, doch diese hier aufzuzählen, das würde zuviele Spoiler vorneweg nehmen.

Wolf Haas schreibt humorvoll, wobei er besonders die Wortspielereien bevorzugt, weniger die wortlose Situationskomik. Er spricht den Leser/die Leserin auch direkt an: „Jetzt ist schon wieder was passiert. Jetzt pass einmal auf. Nicht dass du glaubst etc.“ Stellenweise hab‘ ich den Roman vor lauter Lachen über die Situationen fast nicht mehr unblättern können. Schade, dass „Der Knochenmannn“ nach 155 Seiten schon zu Ende ist. Doch es gibt weitere Simon-Brenner Krimis, die nicht minder spannend und unterhaltsam wie „Der Knochenmann“ sind.

Im Titel steckt zwar der Hinweis, dass der Täter ein Mann ist. Doch es tauchen überwiegend männliche Figuren im Roman auf, so dass man auf den ersten Blick nicht sagen kann, wer davon nun „der Knochenmann“ ist. Jeder hat ein Motiv für die grausame Tat. Für Vegetarier ist dieser Simon-Brenner Krimi nicht zu empfehlen.

Rezension 2

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Quelle