Herbstkonferenz der österreichischen Bischöfe 1946

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Die Herbstkonferenz der österreichischen Bischöfe fand am 2. Oktober 1946 in der Erzabtei St. Peter statt. Teilnehmer waren unter dem Vorsitz von Kardinal Theodor Innitzer alle österreichischen Bischöfe.

Teilnehmer

  • Kardinal Theodor Innitzer (Wien)
  • (Fürst)Erzbischof Andreas Rohracher (Salzburg)[1]
  • Fürstbischof Pawlikowski (Graz)[2]
  • Fürstbischof Josef Köstner (Klagenfurt))[2]
  • Michael Memelauer (St. Pölten)
  • Paul Rusch (Innsbruck)
  • Josef Fließer (Linz)

Tagesordnungspunkte

  • Jugendfrage: Als Folge der nationalsozialistischen Jugendpolitik bestehen die Bischöfe auf eine politische Unabhängigkeit der katholischen Jugendarbeit.
  • Feiertage: Die Bischöfe richteten ein Ansuchen an die Regierung, das Feiertagsgesetz unter Berücksichtigung der alten Feiertage abzuändern.
  • Stellung der Kirche im neuen Österreich: Die Konferenz beschloss, zu allen Parteien Abstand zu halten. Zur Erhaltung der kirchlichen Einrichtungen werden die Kirchenbeiträge, die unter der NS-Herrschaft eingeführt wurden, beibehalten.
  • Rückgabe des beschlagnahmten kirchlichen Eigentums: Die Bischofskonferenz beschloss, dieses sozialen Zwecken zuzuführen.

Nach Abschluss der Beratungen trafen sich die Teilnehmer mit General Collins, um diesen über die Beratungen zu informieren und sich für die gewährte Unterstützung der Militärregierung zu bedanken.

Quelle

ANNO: Salzburger Nachrichten, 3. Oktober 1946, Seite 3

Fußnoten

  1. er trug noch als letzter Erzbischof bis 1951 den Titel "Fürsterzbischof" (ohne Rechte)
  2. 2,0 2,1 In der Quelle steht zwar "Fürstbischof", jedoch ist diese Bezeichnung unzutreffend, da er "nur" Bischof war und keine weltliche Macht ausübte