Himmelträger

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Himmelträger in Thalgau

Himmelträger werden jene Personen genannt, die bei Prozessionen, wie bei der katholischen Kirche zu Fronleichnam oder Erntedank, einen tragbaren Baldachin („Himmel“) mittragen, wobei unter dem Himmel der Priester die Monstranz trägt.

Beschreibung

Im Verlauf des Prozessionsweges wird gewöhnlich bei einigen Außenaltären Halt gemacht und nach einigen Gebeten und Gesang ein Segen erteilt. Dann setzt sich der Prozessionszug, oftmals auch von einer Musikkapelle begleitet, bis zum nächsten Prozessionsaltar in Bewegung. Das Ziel stellt wieder die Kirche dar. Die Funktion des Himmelträgers gilt landläufig als eine Ehrenaufgabe. Die Himmeltäger tragen zumeist als Zeichen ihres feierlichen Amtes Umhänge oder farbige Mänteln. Ähnliches gilt auch für das Skapulierfest.

Regionale Besonderheiten

Interessant erscheint auch, nach welchen Kriterien regional die Vergabe des Himmelträgeramtes erfolgt. Im Flachgau gibt es z. B. Träger, die diese Tätigkeit auf Grund familiärer Tradition ausüben und dadurch diese Aufgabe von Generation zu Generation fortführen. Bis in die 1980er-Jahre wurden hier die Himmelträger an ihrer Seite sogar von vier Knaben als Laternenträger begleitet. Es war dabei Sache der Himmelträger, sich um Laternenträger umzusehen. Sie wurden dafür nach der Prozession mit einer Gasthauseinkehr belohnt. Dennoch ließ das Interesse der Kinder an dieser Aufgabe schon vor Längerem nach, so dass daran nur mehr die Erinnerungen verblieben. Geblieben ist jedoch der Brauch der "Prangerdirndln", Schülerinnen, die festlich weiß gekleidet und mit einen Blumenkranz im Haar die Himmelträger bei den Prozessionen begleiten. Allgemein scheint hierorts die Ansicht vorzuliegen, dass Himmelträger im ihrem Lebenswandel nicht zu negativ auffallen sollten, um dafür geeignet zu sein.

Bildergalerie

Quellen