Resettlement

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Weltweit sind Millionen von Menschen auf der Flucht, oft unter menschenunwürdigen Verhältnissen in Lagern untergebracht, meist ohne Aussicht auf Rückkehr in ihre angestammte Heimat. Resettlement (Neuansiedlung) ist ein Weg, solchen Menschen ein neues, menschenwürdiges und dauerhaftes zu Hause zu ermöglichen.

Resettlement in Europa

Resettlement hat nichts mit der Gruppe der Asylwerber zu tun, für die weiterhin menschenwürdige Lösungen zu suchen und zu finden sind. Menschen, die für Resettlement-Maßnahmen infrage kommen, sind keine Asylwerber, sondern meist langjährige Flüchtlinge, die aus unterschiedlichen Gründen von ihrem angestammten Lebensort vertrieben, meist unter unwürdigen Zuständen in Lagern leben und dauerhaft keine Chance auf Rückkehr haben. Für sie muss es die Möglichkeit geben, ein neues und sicheres zu Hause zu finden. Für die Umsetzung sind alle zivilisierten Länder und Menschen guten Willens erforderlich und zuständig. In verschiedenen europäischen Ländern werden seit einigen Jahren Resettlementprogramme bereits erfolgreich umgesetzt. (Anm.: In Österreich ist das auch im Jahr 2013 noch nicht der Fall.)

Resettlement in Österreich und in Salzburg

Obwohl Resettlement auf Grund der gegebenen Umstände weltweit ein Thema sein muss, finden in Österreich und im Bundesland Salzburg bisher keine Resettlementprogramme statt. Die beiden großen NGO[1]-Organisationen Caritas Österreich und Rotes Kreuz Österreich veranstalten nun gemeinsam eine Tagung, an der Fachleute, Interessierte und Multiplikatoren aus Österreich teilnehmen, um zu erfahren, wie Resettlementprogramme in anderen Ländern Europas umgesetzt und zukünftig beispielsweise auch hier in Salzburg implementiert werden könnten. Es besteht für alle Tagungsteilnehmer auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Österreich bereitet sich vor

Die Tagung zum Thema Resettlement trägt den Titel „Österreich bereitet sich vor“ und fand am 8. November 2010 in der Diplomatischen Akademie in der Favoritenstraße 15a in Wien statt. Sie wurde von UNHCR unterstützt (UNHCR – The UN Refugee Agency). Nach einer fachlichen Einführung wurden good-practice-Beispiele aus mehreren europäischen Ländern vorgetragen, nichtdeutsche Texte wurden übersetzt. Im zweiten Teil der Tagung wurde vermittelt, wie Resettlement ganz praktisch funktioniert und es waren Fragen dazu möglich.

Drei Jahre später

Obwohl sich das offizielle Österreich zur Resettlement-Notwendigkeit bekennt, sind bis heute (Anm.: Oktober 2013) entsprechende Projekte von staatlicher Seite weder in Vorbereitung noch in Umsetzung begriffen, noch wurden an NGOs diesbezügliche Aufträge vergeben. Dazu ein Zitat der UNHCR, veröffentlicht auf der unten als Quelle angeführten Homepage, abgerufen am 20. Oktober 2013:

"In den nächsten fünf Jahren werden rund 800.000 Menschen Resettlement benötigen. Die meisten Flüchtlinge (rund 80%) werden momentan von den USA, Kanada und Australien aufgenommen. In Europa bieten die nordischen Länder die meisten Resettlement-Plätze, aber auch viele andere Länder haben bereits kleinere Programme gestartet. In Österreich gibt es noch kein Resettlement-Programm."

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Non-Governmental Organization"