Schafgarbe

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Schafgarbe
Schafgarbe, auch Bauchwehkraut genannt

Die Schafgarbe (Achillea millefolium), im deutschen Sprachraum auch als Bauchwehkraut bezeichnet und mit vielen weiteren Namen benannt, ist eine heimische Pflanze, deren Heilwirkung altbekannt ist, aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Andere Namen und Bezeichnungen

Bauchwehkraut, Blutkraut, Blutstillkraut, Boanfraßkräutl, Dusendtacken, Fasankraut, Feldgarbe, Frauendank, Gachelkraut, Grabenkraut, Gor, Gotteshand, Grensing, Grillengras, Kachelkraut, Katzenkraut, Margaretenkraut, Katzenschwanz, Lämmerzunge, Schafrippen, Schafzunge, Schafgarb, Tausendblatt, Teekraut.

Botanisches

Die Schafgarbe besitzt einen hellbraunen, kriechenden und ausdauernden Wurzelstock, der im Frühjahr zuerst dichte, anfangs krause und breite Wurzelblätter und schließlich den Stängel austreibt. Der 30 bis 80 cm hohe, je nach Höhenstandort kahle oder behaarte Stängel trägt anfangs hellere, später dunkelgrün werdende Blätter. Die Blüten wachsen in einem traubendoldigen Blütenstand vereint am oberen Ende des Stängels. Die Scheibenblüten sind weiß, die Zungenblüten weisen Farbvariationen von weiß über rosa, hellrot bis dunkelrot auf.

Die Schafgarbe blüht von Anfang Juni bis zu den ersten Frösten im Herbst.

Standort

Die Schafgarbe ist weit verbreitet und kommt in ganz Europa bis zum Polarkreis vor. Sie wächst im Einzelstand oder in Gruppen auf Rainen, auf Wiesen und Weiden, auf Weg- und Ackerrändern und auf sonnigen Schlägen. Sie ist überaus genügsam und gegen Hitze, Dürre und Kälte widerstandsfähig.

Unterarten

Die Schafgarbe weist einige Unterarten auf, wie beispielsweise die Weiße Schafgarbe (Weißer Speik, Bittere Schafgarbe), die im Nationalpark Hohe Tauern heimisch ist.

Heilkräftige Pflanzenteile und Heilwirkung

Die heilkräftigen Pflanzenteile sind das blühende Kraut ohne Wurzel, das von Juni bis Ende August gesammelt werden kann. Der Stängel wird mit der Schere abgeschnitten, Blüten und Blätter vom Stängel gezupft. Wie die Kamille vereint die Schafgarbe überaus viele und wirkungsvolle Heilkräfte in sich. Sie beinhaltet viele Bitterstoffe, ätherische Öle und Kalium und wird in erster Linie zu den Bitterstoffdrogen gerechnet. Eingesetzt wird die Pflanze daher bei Erkrankungen von Magen und Darm und man spricht der Schafgarbe günstige Einflüsse auf den gesamten Verdauungstrakt zu. Die Pflanze kann in Form von Saft und Tee angewandt werden. Sie wird in der Volksmedizin hoch geschätzt, in der Homöopathie eingesetzt und kommt auch in der Tiermedizin zur Anwendung.

Quellen

  • Richard Willfort, „Gesundheit durch Kräuter“, Rudolf Trauner Verlag Linz/D., 1959
  • Helmut Hartl, Thomas Peer: Pflanzen, Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005