Verschwundene Arbeit

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Buchtitel "Verschwundene Arbeit"
Autor: Rudi Palla
Verlag: Christian Brandstätter Verlag Wien München
Erscheinungsjahr: 2010
ISBN 978-3-85033-327-6

Rezension 1

„Aufpassen wie ein Haftlmacher“, heißt doch ein Sprichwort, aber was war ein Haftlmacher? Der Taufpate von Joseph Mohr, Textdichter des weltberühmten Weihnachsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!‎“, Franz Joseph Wohlmuth, war Abdecker (und Scharfrichter). Sesselträger brachten „Touristen“ auf den Salzburger Hausberg, den Gaisberg. Mandolletikrämer in den Straßen Wiens. Welche Qualitäten musste eigentlich eine Amme haben? Was machte ein Schopper, ein Schinder, eine Fratschlerin, ein Laternenträger?

Mehr als 200 ausgestorbene Berufe hat Palla auf 250 Seiten aufgelistet. Mal nur wenige Zeilen lang, mal eine ganze Seite erklärt, oft aber auch Beschreibungen über mehrere Seiten finden sich in diesem höchst interessanten Buch. Farbige Abbildungen und Zeichnungen erstaunen den Leser immer wieder. Dieses Lexikon der verschwundenen Berufe ist sehr gut recherchiert, was auch eine dreiseitige Bibliografie (Quellenangaben) untermauert. Der Schwerpunkt, so scheint mir, liegt auf Berufen, die man einst in der österreichischen k.u.k. Monarchie fand. Aber es wird immer wieder auch auf Nachbarstaaten Bezug genommen und Berufe vorgestellt, die es in Mitteleuropa gar nicht gab. Viele der erklärten Berufe tauchen auch beim Lesen hier im Salzburgwiki immer wieder auf (Dienstboten, Landkartenmaler, Kupferstecher u.a.).

Der Leser wird des Öfteren ein „aha“-Erlebnis haben, da die Erklärungen viele interessante Informationen zu Tage fördern. Es ist gut verständlich geschrieben. Spezialwissen muss der Leser nicht unbedingt mitbringen, von manchen berufsspezifischen Ausdrucken abgesehen. Ein Buch, das nicht nur Geschichtsbegeisterte erfreuen wird, sondern jedem, der eine nostalgische Ader hat, gefallen könnte.

Rezension 2

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