Andreas Steiner

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Allgemein

Oberst Andreas Steiner (* 18xx Neumarkt; † 19xx) war nach dem Anschluss[1] und nach dem Zweiten Weltkrieg[2] Landesgendarmeriekommandant von Salzburg.

Im Ersten Weltkrieg zeichnete sich der damalige Gendarmerie-Oberleutnant Steiner im Jahr 1915 nach dem Kriegseintritt Italiens dadurch in hervorragender Weise aus, dass er – ohne ausdrücklichen Befehl – eine Gruppe Freiwilliger – Gendarmen, Finanzwachen, Landsturmleute und Standschützen – (das österreichische Militär stand noch an der Ostfront im Einsatz) um sich sammelte und den von den Italienern besetzten Monte Scorluzzo eroberte, der für den Besitz des Stilfser Joches von entscheidender Bedeutung war und in der Folge bis zum Kriegsende in österreichischem Besitz blieb.[3]

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im März 1938 übernahm er, bisher Stellvertretender Landesgendarmeriekommandant, das Landesgendarmeriekommando für Salzburg. Dies sei eine besondere Genugtuung für ihn, da er als Nationalsozialist und Vater von SS-Leuten vom Vorgängerregime entsprechend behandelt worden sei.[1]

Am 14. Juni 1945 ernannte die US-Militärregierung Gendarmerie-Oberstleutnant Andreas Steiner zum neuen Landesgendarmeriekommandanten.[2]

Werke

  • Chronik des Gendarmerieabteilungskommandos Meran

Quellen

  1. 1,0 1,1 Göllner, Siegfried: Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation, S. 160 f (12.-14.3.1938).
  2. 2,0 2,1 Salzburger Stadtchronik 1945 bis 1955 (14. Juni 1945)
  3. Jordan, Alexander: Krieg um die Alpen: Der Erste Weltkrieg im Alpenraum und der bayerische Grenzschutz in Tirol. Duncker & Humblot, Berlin 2008. ISBN: 978-3-428-12843-3. S. 231 f