Auferstehung der Toten

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„Auferstehung der Toten“ ist ein Roman des Autors Wolf Haas (* 14. Dezember 1960 in Maria Alm) und spielt in Zell am See.

Autor: Wolf Haas
Erscheinungsjahr: 1996 (9. Auflage 2003)
Verlag: Ro-ro-ro-Rowohlt Verlag Hamburg


Hauptfiguren – kurzgefasst

Simon Brenner, allgemein bekannt nur als „der Brenner“. Nicht gerade der Traum aller Schwiegermütter mit seinem großen, roten, migränegeplagten Kopf und seiner ständigen Zigarette im Mund. Aber sein Durchhaltevermögen zeichnet den Brenner aus. Und so kommt es, dass er die schwierigsten Fälle immer wieder lösen kann.

Eine Deutsche, die als Gast in Zell am See weilt. Ihr Vorname wird nicht genannt und den Nachnamen darf ich nicht verraten. Das wäre ein zu großer Spoiler. Die Deutsche hat ein Markenzeichen: Ihr fehlen beide Hände. Warum – nun diese Frage wird im Roman beantwortet.

Der Lorenz, ein Dorfbewohner. Er gilt zunächst als Hauptverdächtiger im Mordfall und kommt beim Brand der Shell-Tankstelle fast ums Leben. Später vergiftet er sich mit einer Flasche Rum.

Der Vergolder, der reichste Mann im Dorf. Seine Schwiegereltern sind die Opfer des Mordes. Der Vergolder setzt alles daran, den Täter zu überführen, ahnt jedoch nicht, dass dieser sich in seiner unmittelbaren Umgebung befindet und bald wieder zuschlägt. Beim Brand der Shell-Tankstelle stirbt der Vergolder.

Handlung

Jetzt ist schon wieder was passiert. Am frühen Morgen schaltet der Lift-Lois, der Liftwart, den Sessellift ein. Was sieht er: Zwei tiefgefrorene Menschen, eine Frau und einen Mann. Bald stellt sich heraus, dass die beiden die Schwiegereltern des Vergolders sind. Ein paar Wochen lang geschieht nichts. Der Fall kann theoretisch zu den Akten gelegt werden. Da taucht plötzlich der Privatdetektiv Brenner auf.

Zunächst hat er keine Ahnung, wer verdächtig ist und wer unschuldig. An einem sonnigen Nachmittag schaut der Brenner beim Eisstockschießen zu. Dort begegnet er der Deutschen, die – laut eigenen Angaben – auf Urlaub hier ist. Sie hat keine Hände, kann jedoch trotzdem vieles selbständig tun z. B. Rauchen und Autofahren.

Gemeinsam mit dem Brenner will sie den Lorenz abholen, der als Verdächtiger im Mordfall ins Irrenhaus eingeliefert worden ist. Doch jemand anderer ist den beiden zuvorgekommen. Angeblich der Vergolder, doch der hat sich doch noch auf der Schießbahn aufgehalten, wie der Brenner und die Deutsche weggefahren sind. Der Brenner fängt nun mit dem Recherchieren an und besucht den Vergolder in dessen Haus. Zunächst erfährt er nur wenig über den Mord. Stattdessen taucht die Schülerin Elfie Lohninger (Künstlername: Clare Corrigan) auf, welche als Hausmädchen beim Vergolder arbeitet. Im Dorf wird gemunkelt, dass sie ein „Nebenzu“ (= illegitimes Kind des Vergolders) ist. In einem Aufsatzheft der Schülerin findet der Brenner etwas über das Thema: „Die Bedeutung des Stausees in unserer Republik.“ Jemand hat anonyme Drohbriefe geschrieben und darin Schreckliches in Bezug auf den Stausee und Zell angekündigt. Der Bau des Stausees, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, geht auf niemanden geringeren als den Amerikaner zurück, welcher 50 Jahre später erfroren im Sessellift aufgefunden wird.

Nun das ist immerhin schon eine kleine Spur. Langsam begreift der Brenner, wer hinter den Drohbriefen steckt. Doch den Täter im Mordfall hat er immer noch nicht gefunden. Ein paar Tage später wird die Shell-Tankstelle durch einen Brand zerstört. Dabei kommt der Vergolder ums Leben und der Lorenz wird zunächst ebenfalls für tot gehalten, ist jedoch noch am Leben und taucht unerkannt in einem Gasthof unter.

Kurze Zeit nach dem Unfall bei der Tankstelle nimmt sich der Lorenz das Leben. Der Brenner bekommt nichts Wissenswertes mehr aus ihm heraus. Plötzlich dämmern dem Privatdetektiv alle wichtigen Zusammenhänge, unter anderem warum die Mordopfer nicht erschossen, sondern tiefgefroren worden sind. Und er kann den Täter, der schließlich freiwillig ein Geständnis ablegt, stellen. Bei der Verhaftung geschieht noch etwas Unerwartetes, mit dem der Brenner nicht gerechnet hätte.

Rezension 1

Mir gefällt dieser Roman sehr gut. Wolf Haas schildert in seinem unnachahmlichen Schreibstil – beginnend mit „Jetzt ist schon wieder was passiert ...“ - die Erlebnisse des Privatdetektiv Simon Brenner. Aufgrund der detailierten Beschreibungen kann ich mir die Figuren und die Schauplätze sehr gut vorstellen.

Wolf Haas schreibt humorvoll, wobei er besonders die Wortspielereien bevorzugt, weniger die wortlose Situationskomik. Er spricht den Leser/die Leserin auch direkt an: „Jetzt ist schon wieder was passiert. Jetzt pass einmal auf. Nicht dass du glaubst etc.“ Stellenweise hab‘ ich den Roman vor lauter Lachen über die Situationen fast nicht mehr unblättern können. Schade, dass „Auferstehung der Toten“ nach 153 Seiten schon zu Ende ist. Doch es gibt weitere Simon-Brenner Krimis, die nicht minder spannend und unterhaltsam wie „Auferstehung der Toten“ sind.

Rezension 2

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Quelle