Zell am See

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ortsbild
Zell am See.jpg
Karte
Karte 5700.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Zell am See (ZE)
Fläche: 55,18 km²
Geografische Koordinaten: Länge 12° 46' 60", Breite 47° 19' 0"
Höhe: 757 m ü. A.
Einwohner: 9 759 (1. Jänner 2017)
Postleitzahl: 5700
Vorwahl: 0 65 42
Gemeindekennziffer: 5 06 28
Gliederung Gemeindegebiet: 5 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: Brucker Bundesstraße 2
5700 Zell am See
Offizielle Website: www.zellamsee.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Peter Padourek (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 25 Mitglieder: 13 ÖVP,
10 SPÖ,
1 FPÖ,
1 Grüne
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 1 521
1880 1 795
1890 1 932
1900 2 381
1910 2 616
1923 2 904
1934 3 857
1939 4 .286
1951 6 651
1961 6 455
1971 7 .524
1981 7 937
1991 8 760
2001 9 636
2011 9 568
2015 9 634
Karte

Zell am See ist eine Stadt im Zentrum des Pinzgaus. Die Stadtgemeinde ist die Bezirkshauptstadt des Pinzgaus.

Zell am See und Umgebung, während eines Fluges von Frankfurt nach Sofia aufgenommen
Zell am See an einem kalten Wintertag
Der zugefrorene See vor Zell am See im Winter 2016/2017

Geografie

Geografische Lage

Zell am See liegt im Zentrum des Zeller Beckens und der Zeller Furche, einem Trogtal zwischen den Pinzgauer Grasbergen. Zwischen verschiedenen Stadtteilen befindet sich der Zeller See. Zell am See wird dem Unterpinzgau zugerechnet.

Stadtgliederung

Die Stadtgemeinde Zell am See gliedert sich in fünf Katastralgemeinden: Bruckberg mit Schüttdorf und Zellermoos, Erlberg mit dem Naturschutzgebiet Zeller See, Schmitten, Thumersbach, Zell am See mit der Altstadt.

Nachbargemeinden

Maishofen, Maria Alm am Steinernen Meer, Bruck an der Glocknerstraße, Kaprun, Piesendorf und Viehhofen.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte von Zell am See
Hauptartikel: Stadtpfarrkirche St. Hippolyth

Zell am See wurde 788/790 in der Notitia Arnonis als Cella in Bisontio erstmals erwähnnt. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts bekam Zell am See Marktrechte, 1357 wurden weitere Marktprivilegien verliehen. 1928 wurde Zell am See zur Stadt erhoben.

Herkunft der Namen und Eingemeindungen

Namengebend war die 788/790 erstmals erwähnte Mönchszelle Cella in Bisontio, im Mittelalter wurde der Marktflecken meist als Cell, Czell oder einfach nur als Zell bezeichnet, später kam der Name Zell im Pinzgau in Gebrauch, die Bezeichnung Zell am See geht auf die bayerische Zeit um 1810 bzw. danach zurück.

Erlberg-Erlbach wurde schon 963 (!) als "rivum erilipah" erwähnt, Thumersbach als "beneficiu(m) ad Tûmherespah" 1144. Bruckberg wurde urkundlich erstmals 1166 als Pruccapergi genannt, hier befand sich demnach eine einfache Brücke an der Berglehne. Der Name Schmitten stammt von den zahlreichen Schmieden entlang des Schmittenbaches. Die bis dahin selbstständige Kommune Bruckberg-Schmitten wurde am 1. Oktober 1935 eingemeindet, letzter Vorstand war der Unterkeilbauer Alois Amoser. Nach der Eingemeindung von Thumersbach/Erlberg im Jahr 1939 umfasste das Stadtgebiet erstmals in der Geschichte den gesamten Raum rund um den Zeller See.[1]

Religionen

Pfarren

Friedhöfe

Friedhof Zell am See

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kastner Turm

Kunstverein Galerie Zell am See

Der Kunstverein "Galerie Zell am See" wurde 1967 gegründet, mit dem Ziel regelmäßig Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Theater und Konzerte zu veranstalten.

Der Schwerpunkt des Vereins liegt jedoch in der Präsentation von zeitgenössischer österreichischer und internationaler, bildender Kunst. Zu den Künstlern zählen Arnulf Rainer, Hermann Nitsch, Günter Brus, Christian Ludwig Attersee, Gerhard Rühm, Karl Prantl, Anselm Glück, Terry Winters, Barry Le Va, Al Taylor, William Copley, Georg Baselitz, aber auch junge Künstler, wie Paul Wallach, Rudolf Leitner-Gründberg, Georg Bernsteiner und Bernd Koller.

Daneben gibt es eine weitere Ausstellungsmöglichkeit für junge, bildende Künstler unter 35 Jahren in der Turmstube des Rathauses Zell am See.

St. Hippolyth

Kulturinitiative Lohninghof

Als 1998 der 'Lohninghof' an eine Wohnbaugenossenschaft verkauft wurde, sollte aus dem Gasthaus ein Wohnhaus entstehen. Daraufhin schlossen sich einige Thumersbacher zu einer Initiative zusammen, um das alte, Denkmal geschützte Haus vor dieser Zweckentfremdung zu retten.

Nach vielen Verhandlungen dieser „Initiative Lohninghof" mit der Stadtgemeinde Zell am See beschlossen alle in der Stadt vertretenen Parteien, das historische Gebäude für die Bevölkerung und kommende Generationen im Raum Zell am See zu erhalten. Die Stadtgemeinde Zell am See erwarb den Lohninghof im Jahr 2000 und renovierte das Haus mit dem Ziel, der Zeller Bevölkerung ein Haus der Kultur und Geselligkeit zu bieten.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Gasthaus, in dem bodenständige Schmankerl serviert werden. Im ersten Stock wird das Vorhaus als Ausstellungsraum und zur Gästeinformation genutzt. Die vier Räume dieses Stockwerks sind für Seminare, Nutzung durch Vereine, Kurse und für den Fremdenverkehrsverein vorgesehen. Der gesamte zweite Stock dient als Veranstaltungsraum für ca. 100 Personen und ist mit einer Bühne ausgestattet.

Museen

Der Kastnerturm vom Stadtplatz aus gesehen

Stadt-Museum im Vogt- oder Kastnerturm

Das Stadt-Museum im Vogt- oder Kastnerturm Zell am See befindet sich mehr als 1 000 Jahre alten Vogt- oder Kastnerturm im Stadtzentrum von Zell am See. Neben der Kirche gilt der Turm als das älteste Gebäude der Stadt, als Bauherren kommen mehrere einflussreiche Adelsgeschlechter (u.a. die Herren von Pinzgowe) in Betracht. Bei einem großen Brand 1770 wurde der Turm in Mitleidenschaft gezogen, auch wurden die Dachluken bis 1850 zum Wetterschießen verwendet. Dabei hoffte man, durch den Kanonendonner das Aufziehen von Unwettern zu verhindern.

Der Turm wurde 1798 vom Kaufmann Johann Kastner erworben und befand sich in der Folge über 100 Jahre im Besitz der Familie Kastner, woher die Bezeichnung Kastnerturm stammt. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnte im Jahr 1984 das Museum vom Rathaus Schloss Rosenberg in den Vogtturm übersiedeln und den Betrieb wieder aufnehmen. Im Mittelpunkt der umfangreichen Sammlung über vier Stockwerke steht die lokale und regionale Geschichte und Kultur der Pinzgauer Bezirkshauptstadt. Es sind für die Region hoch interessante Objekte, wie beispielsweise ein Exemplar der seinerzeit für den bäuerlichen Personen- und Gütertransport gängigen Flachboote des Zellersees, ausgestellt.

Ais Sicherheitsgründen wurde das Museum 2016 geschlossen. An einer Alternative wird gearbeitet.

Musik

Rosenberg
Grandhotel Zell am See

Sport

Hauptartikel Sport in Zell am See
Siehe auch Wintersport in Zell am See

Die Zell am See-Kaprun (Urlaubsregion) bietet seinen Gästen diverse Sportmöglichkeiten. Sommersportarten: Golf, Radfahren, Reiten, Segeln, Tennis, Wandern, Schwimmen;

Wintersportarten: Langlaufen, Skifahren, Snowboarden, Rodeln;

Sportvereine

Der modernste Flugplatz für Kleinflugzeuge Österreichs, der Flugplatz Zell am See, bietet unter anderem eine Flugausbildung für Segelflüge, Motorflüge und Rundflüge an.

Veranstaltungen

Naturschutzgebiet Zeller See

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Wirtschaftsverein KOMM-BLEIB

Verkehr

Zell am See ist mit dem Auto über die Tauernautobahn, Abfahrt St. Johann im Pongau in Richtung Schwarzach über die B 311, über die das so genannte "kleine deutsche Eck" (Salzburg - Bad Reichenhall - Lofer), über Kitzbühel, den Steinpass bei Lofer und den Felbertauerntunnel erreichbar. Ferner ist Zell am See auch an die Westbahn (Giselabahn) angebunden. Zell am See verfügt über einen Umfahrungstunnel, der mehrere Kilometer lang ist, und die Stadt verkehrsmäßig entlastet.

In der Stadt gibt es den Bürgerbus Zell am See.

Der Flugplatz Zell am See ist für kleinere Flugzeuge und Segelflugzeuge geeignet.

Ansässige Unternehmen

Hagleitner Hygiene International GmbH und Hagleitner Hygiene Österreich GmbH, Hagleitner Family Balance Hotel & Spa und Mavida Balance Hotel & Spa, Repro Ludwig Prepress & Multimedia GmbH, Zukunftsmodell Projekt GmbH, Schmittenhöhebahn AG, Adler-Pharma, Hersteller von Schüßler-Salzen, Porsche Design Studio, BlueChip Software GmbH, Wucher Helicopter, Stephan Waltl - microgast

Fremdenverkehrsbetriebe

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel Bürgermeister der Stadt Zell am See

Haushaltsbudget

Der Artikel Haushaltsbudget Stadtgemeinde Zell am See soll Daten über die Haushaltsbudgets der Stadtgemeinde über Jahre, soweit bekannt, sammeln.

Auszeichnungen der Stadtgemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Stadt Zell am See

Ehrenringträger der Stadtgemeinde

Hauptartikel Ehrenringträger der Stadtgemeinde Zell am See

Wappen

Im Zuge ihrer Stadterhebung am 24. Jänner 1928 wurde die Schildfarbe des Wappens von Zell am See von Blau auf Schwarz geändert. Bei der Verleihung des Wappens am 27. Jänner 1928 durch die Salzburger Landesregierung wird das das Wappen wie folgt beschrieben:

In schwarzen Schild auf naturfarbenem Boden die Gestalt des Kirchenpatrons von Zell am See, St. Hippolytus, und zwar eines rechtsgewendeten nimbierten, geharnischten Ritters mit roter, hermelingestulpter Kappe und über die linke Schulter geworfenem und in weiten Falten bis zum Boden herabhängendem rotem Mantel. In der Rechten hält der Ritter die weiße Kreuzesfahne mit einem roten Kreuz und in der Linken, die auch den Mantel hält, ein an die Schulter gelehntes Schwert.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Stadt

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Stadt Zell am See

Sonstiges

In Zell am See befindet sich eine der fünf Messstellen für den Polleninformationsdienst im Land Salzburg.

Bilder

 Zell am See – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Zell am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Literatur

  • Dürlinger, Josef: Von Pinzgau. 1. Geschichtliche Übersichten, 2. Orte- und Kirchenmatrikel; mit chronologischer Tabelle, Salzburg, Selbstverlag, 1866.
  • Hölzl, Ferdinand: 1200 Jahre Zell am See, Zell am See, Eigenverlag, 1975.
  • Stadtgemeinde Zell am See (Hg.): 1978 – Jubiläumsjahr in Zell am See, Zell am See, Eigenverlag, 1978.
  • Hochhold, Rainer: Cella in Bisontio – Zell im Pinzgau – Zell am See. Eine historische Zeitreise, Zell am See, 2013.

Quellen

  • Website der Stadtgemeinde Zell am See
  • Österreichische Ortsdatenbank
  • Statistik Austria
  • Website regionalsuche.at
  • Homepage des Landes Salzburg, Kategorie Museen
  • Website der Kulturinitiative Lohninghof

Weblinks

Fußnote

  1. Hochhold, Rainer (2013); S. 43, 49ff, 85, 344, 420
Städte und Gemeinden im Pinzgau
TennengauSalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Pinzgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

Stadtgemeinden: MittersillSaalfelden am Steinernen MeerZell am See
Marktgemeinden: LoferNeukirchen am GroßvenedigerRaurisTaxenbach
Gemeinden: Bramberg am WildkogelBruck an der GroßglocknerstraßeDienten am HochkönigFusch an der GroßglocknerstraßeHollersbach im PinzgauKaprunKrimmlLendLeogangMaishofenMaria Alm am Steinernen MeerNiedernsillPiesendorfSaalbach-HinterglemmSt. Martin bei LoferStuhlfeldenUnkenUttendorfViehhofenWald im PinzgauWeißbach bei Lofer