Der Onkel Franz

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Titelbild Buch Der Onkel Franz

Buchtipp Der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers

Autor: Klaus Ranzenberger
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN 978-3-7025-0767-1

Verlagstext

Meine Tante Jolesch heißt Onkel Franz.

Wie Friedrich Torberg seine legendäre Tante Jolesch, gibt uns Klaus Ranzenberger seinen Onkel Franz an die Hand. Wohnhaft im schönen Innviertel, bringt er uns diesen Landstrich und seine liebenswerten Menschen näher. Er nimmt uns mit an Schauplätze wie den St ammtischoder den Markt und gibt uns Einblick in Anekdoten und den Innviertler Sprachgebrauch. Auch autobiografische Erinnerungen des Autors fließen ein und zeichnen so ein höchst vergnügliches Sittenbild.

An das unbeugsame gallische Dorf erinnert es, dieses Innviertel. Eine Genussregion ist es, geprägt von landschaftlicher Schönheit und reichem kulturellem Erbe. Und die Heimat eines bemerkenswerten Menschenschlages.

Der Onkel Franz nimmt Sie mit auf eine Reise, die Land und Leute mit viel Humor und Herz beschreibt. Gönnen Sie sich das Vergnügen!

Der Onkel Franz hat es nicht so mit dem Elektrischen. So nennt es halt er: „Dös Eleggtrische.“ Meinen tut er damit Elektronisches, Digitales. Elektronische Medien etwa oder Geräte, die eine gewisse Komplexität in Bedienung und Anwendung überschreiten. Mit Strom betriebene Werkzeuge, die der Onkel ja früher auch beruflich zu bedienen hatte, sind hier nicht gemeint. „Woast, Bua“, hielt er in einer mit mir geführten Unterhaltung zum Thema fest, „a so a Flex, a Bohrmaschin oder a Kreissog, do kimmt hint da Strom beim Kabi eini, donn host an Schoita zun Eischoitn, nochan geht da Strom zun Elektromotor und donn draht se de Gaudi. Des tuats.“ Solch einfach strukturierten technischen Vorgängen vertraut der Onkel Franz. Sie entsprechen seinem Charakter. Geradlinig, nachvollziehbar – Punkt.

Rezension 1

Nein, ich habe keine Onkel namens Franz; ja, so herzhaft gelacht habe ich schon lange nicht mehr beim Lesen eines Buches. Denn "der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers" ist der Titel des neuen Buches von Klaus Ranzenberger. Schon in dessen erstem Buch, "Feinspitz im Innviertel" hatte der Onkel Franz einen Auftritt.

Ein absolut unterhaltsamer Einblick in die Innviertler Denk- und Betrachtungsweise
Sie glauben der deutschen Grammatik mächtig zu sein? Bitte, was ist dann die Unmöglichkeitsform? Onkel Franz weiß es: „Mechat, gangat, kunnst…“. Was bedeutet und wie betont man „Jo – na – eh!“? Aufgefordert, am Computer „enter“ zu drücken, meint Onkel Franz ganz entrüstet „nu enter konn i ned“, bedeutet doch „enter“ im Innviertler Dialekt so viel wie „früher, zeitiger“.

Drei Beispiele aus diesem einfach genial geschriebenen und unterhaltsamen Buch, in dem die fiktive Person, der Onkel Franz, den Leser in Eigenheiten im Innviertel einführt. Der Leser erfährt, warum eine alte Innviertlerin nie auf eine Kundentoilette in einem Kaufhaus gehen wird, warum sich der Knödel mit der Soß‘ nicht ausgehen kann und wie ein Innviertler nach New York reist.

Wie sagt ein Innviertler zu Norden, Süden usw...?
Es sind über 30 wichtige Kapitel aus dem Leben eines echten Innviertlers. Natürlich kann sich dabei der Leser auch geografisch bilden: umi, zuabi, dohne usw. ersetzen die Begriffe für Himmelsrichtungen. Ob die Überraschung von Onkel Franz, dass ihm sein Friseur „ganz plötzlich“ - mit über 70 Jahren - nicht mehr die Haare schneidet oder die Geschichte vom Postler, der, ohne Führerschein fahrend vom örtlichen Polizisten zur Rede gestellt wird. Der Polizist bekam dann einfach die Post so lange nicht mehr zugestellt, bis er auf die Anzeige verzichtete.

Zwar ist sehr vieles in Innviertler Dialekt geschrieben, aber Ranzenberger übersetzt immer ins „Hochdeutsche“. Und damit der sich gut unterhaltende Leser auch versteht, was eine Mehrfachverneinung eines Innviertlers ist, erklärt Ranzenberger geduldig den Ausdruck „Nix Genaus woas ma ned – do hot neamd nix ned gsogt“.

160 Seiten gute Unterhaltung, weil aus dem Innviertler Alltag gegriffen und für die Nachwelt aufgeschrieben. So, jetzt gehe ich aber jausnen: Kaltes Schweinernes mit Kren und Senfgurken, hausgemachter Sulz, dazu ein Weißbier – meine Abendbrotzeit ist mir heilig, ehm, dem Onkel Franz!

Rezension 2

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Quelle