Holzgebinde

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Holzgebinde im Museum Bramberg

Holzgebinde sind Gefäße, die aus Holz hergestellt und früher in vielen Bereichen verwendet wurden.

Allgemeines

Holzgebinde standen bis zu deren Ersatz durch Behältnisse aus Metall oder aus Kunststoff in allen Bereichen, in denen Gefäße vonnöten waren, in Verwendung. Sie wurden von Fassbindern, Wagnern oder auf dem Bauernhof hergestellt.

Beschreibung

Gefäße aus Holz bestehen aus einem Boden, der oft aus einem Stück in der für das jeweilige Gefäß benötigten Form hergestellt wurde, aus den Seitenteilen, die aus entsprechend zugeschnittenen Brettern gefertigt wurden - und wenn erforderlich - auch aus einem Deckel. Der Zusammenhalt des jeweiligen Gefäßes wurde bei den Fässern mittels Fassreifen - meist aus Schmiedeeisen, manchmal aus Weidenruten - bei anderen Gebinden mittels Weidenruten gesichert.

Verwendungszweck

Neben den allseits bekannten Holzfässern in vielen Größen für unterschiedliche Arten von Flüssigkeiten gab es das vielen noch erinnerliche „Sauerkrautschaff“ und viele andere Schaffel und Zuber für unterschiedliche Verwendungszwecke, wie beispielsweise für die Wäsche und im Vorratsbereich.

Das Wasser wurde mit dem „Wassersechter“ aus dem Brunntrog geschöpft. In der Milchwirtschaft standen der „Milchsechter“, der „Seiher“, der flache „Stotzen““, das „Butterfass“, das „Seihgatzl“ und das „Kaskarl“ in Verwendung.

Quelle

  • Richard Treuer, Bergheimat Pinzgau, Verlag der Salzburger Druckerei 1977