Museum Bramberg

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Wilhelmgut Bramberg
Eingangshalle Museum Bramberg
Smaragdmadonna Museum Bramberg
Museum Wilhelmgut Bramberg
Waltraud Voithofer, Obfrau des Museums Bramberg; Erwin Burgsteiner, HS-Lehrer in Bramberg, Obfrau-Stellvertreter des Museumsvereins Bramberg

Das Museum Bramberg (auch: Museum Wilhelmgut) in der Gemeinde Bramberg am Wildkogel im Oberpinzgau beherbergt eine der bedeutendsten Mineraliensammlungen des gesamten Alpenraums, eine umfangreiche volkskulturelle Sammlung u.a. mit historischen landwirtschaftlichen Geräten und eine interessante Sammlung zur Bergbaugeschichte der Gemeinde.

Das Museum und seine Geschichte

Das Museum Wilhelmgut oder auch Museum Bramberg genannt, wurde von Prof. Hönigschmid im Jahr 1979 gegründet und unter großem persönlichen Einsatz bei bescheidenen finanziellen Mitteln ausgestattet und geführt. Es besteht aus mehreren Gebäuden, in denen die drei Schwerpunktsammlungen untergebracht, bzw. präsentiert sind. Das zentrale Gebäude ist das Wilhelmgut, ein Bauernhof, der aus dem 14. Jahrhundert stammt und einer der ältesten Höfe der Gemeinde Bramberg am Wildkogel ist. Das Wilhelmgut ist urkundlich 1350 als „halbes Kornlehen“ erwähnt und bestand wahrscheinlich schon an der Wende des 13. Jahrhundert zum 14. Jahrhundert. Von 1609 bis 1649 gehörte das Gut einem Wilhalbm Widhölzl, auf den wahrscheinlich der Hofname zurückzuführen ist. Um das Bauernhaus gruppiert stehen andere alte Gebäude, die zum Teil eine Sammlung bergen oder selbst Schaustücke sind. Darunter befinden sich beispielsweise eine Mühle, ein sog. „Venezianergatter“, ein Rechenmacherhaus, ein Kornspeicher und eine Holzknechtselde, sowie zahlreiche bäuerliche Gerätschaften. In einem der Gebäude wird die Bergbausammlung und die volkskulturelle Sammlung, mit sakralen Kunstgegenständen, Handwerker-Werkstätten (u.a. Schuster) und einer neu gestalteten Schau zur Geschichte der Imkerei präsentiert.

Die Mineralienschau

Schon durch die geografische Nähe zum Habachtal mit dem einzigen europäischen Smaragdvorkommen und zu den Hohen Tauern mit ihren Bergkristallen und anderen weltbekannten Mineralienvorkommen hat Bramberg am Wildkogel eine starke Bindung zu Mineralien. Um diesen Mineralienschatz entsprechend präsentieren zu können, wurde mit Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Landwirtschaftsfonds und Gelder aus dem Leader-Programm), des österreichischen Lebensministeriums und des Landes Salzburg der Eingangsbereich des Wilhelmgut völlig neu gestaltet und unterirdische Schauräume errichtet, in denen die international bedeutenden Exponate mittels moderner Architektur und Beleuchtungstechnik voll zu ihrer Geltung kommen. In dieser Ausstellung des Nationalpark Hohe Tauern, „Smaragde und Kristalle“ genannt, sind neben den anderen Mineralien der Hohe Tauern Epidote aus der Knappenwand im Untersulzbachtal und die Smaragdmadonna, eine der schönsten je gefundenen Smaragdstufen, zu sehen. Kleinere Mineralstufen können auch käuflich erworben werden. Darüber hinaus gibt es ein interessantes Literatur- und Videoangebot zu Mineralien und zur Pflanzen- und Tierwelt der Region.

Die Sammlung zur Bergbaugeschichte von Bramberg

Die interessante Bergbausammlung des Museum Bramberg wurde unter Mitwirkung des Vereins Bergbauforschung Bramberg am Wildkogel mit Mitteln der Gemeinde, des Landes und der EU neu gestaltet und im Mai 2012 eröffnet. Man ist von der Ausstellung zahlloser Objekte abgegangen und versucht nunmehr mit modernen Gestaltungsmitteln den Besuchern einen Überblick über die Bergbaugeschichte der Region zu vermitteln.

Der Salzburger Wollstadel

Zur Abrundung des Museumsbesuches bietet sich noch der Besuch des oberhalb des Museums befindlichen Salzburger Wollstadel an, in dem vor allem Produkte aus Schafwolle erhältlich sind.

Auszeichnungen

Im Herbst 2010 verlieh das Land Salzburg den Museumsschlüssel an das Museum in Bramberg am Wildkogel. Das Museum Burg Golling wurde mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Erich Urbanek erhielt die Goldene Volkskulturmedaille verliehen. Das Museum ist auch mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Weblink

Quellen