Mundartarchive in Salzburg

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Die zwei bedeutendsten Mundartarchive in Salzburg enthalten Sammlungen zu alter und zeitgenössischer Mundartliteratur sowie Werke von Mundartautorinnen – und Autoren. Sie sind eine Fundgrube zur historischen und aktuellen Entwicklung der regionalspezifischen Sprach- und Dialektkultur in Salzburg.

August Rettenbacher Mundartarchiv

Das August Rettenbacher Mundartarchiv befindet sich im Heimatmuseum („Altes Schulhaus“) in St. Koloman.

Errichtung

1967 errichtete der damalige Direktor der Volksschule, August Rettenbacher im neuen Schulgebäude in einem eigens dafür geschaffenen Ausstellungraum die „Schulheimatstube“, in der seltene Handwerkszeuge, bäuerliches Gerät und sonstige seltene Gegenstände gesammelt und ausgestellt wurden. 1984 wurde die Schulheimatstube unter Federführung von Erika Rettenbacher, der Tochter von Prof. August Rettenbacher, zum neuen Heimatmuseum erweitert. Zu Ehren von Prof. Rettenbacher wurde von der Gemeinde St. Koloman und unter Mitwirkung seiner Gattin, OSR Barbara Rettenbacher-Höllwerth das Mundartarchiv eingerichtet.

1993 erfolgte die Generalsanierung des "Alten Schulhauses" mit dem Heimatmuseum im Dachgeschoß und Mundartarchiv im ersten Obergeschoss.

Inhalte

  • August Rettenbachers reichhaltige Sammlung alter und seltener Mundartbegriffe der "Taugler" Mundart
  • Große Sammlung von Mundartbüchern und Lebensbilder von Salzburger Mundartschaffenden
  • Grammatikalische Unterlagen und Mundartwortsammlungen aus verschiedenen Gebieten
  • Einige Dissertationen über Mundart und eine ortskundige Stoffsammlung über St. Koloman
  • "Walter Kraus Sammlung"
Der weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannte Mundartdichter Walter Kraus verstarb 1992. Seine Witwe Maria Kraus stiftete der Gemeinde St. Koloman für das Mundartarchiv die gesamten Werke bzw. die gesamte Bibliothek des verstorbenen Dichters bzw. Gestalters von Sendungen in Radio Salzburg.

Betreuung

Kustodin: Erika Rettenbacher, 5423 St. Koloman, Am Dorfplatz 103, +43 6241 225

Tauriska Mundart Archiv

Das Tauriska Mundart Archiv befindet sich im restaurierten „Samerstall“ in Niedernsill.

Errichtung

Das Mundartarchiv wurde 2000 vom Kulturverein Niedernsill Schatztruhe errichtet und von der Mundartdichterin Barbara Rettenbacher-Höllwerth, Gattin des 1999 verstorbenen Mundartdichters Prof. August Rettenbacher, aufgebaut.

Inhalte

  • alte und zeitgenössische Mundart Werke
  • Sammelmappen, Manuskripte, sowie seltene Ton- und Video Aufzeichnungen
  • Besonders wertvoll sind die Druckwerke von Pinzgauer Wörtern ab 1784, alte Mundartdichtung in Form von Liedern, Texte von Volksschauspielen (z. B. Brucker Nikolausspiel)
  • Beispiele von Brautbriefen, Sagen, Sammlungen von Kindersprüchen und Vokssprüchen von Erwachsenen
  • Portraits von 34 Mundartdichterinnen und –dichtern
  • Die Sammlung von Tonbändern enthalten eigene Aufzeichnungen von Gesprächen mit Menschen aus der Region über ihr Leben und ihre Arbeit in früherer Zeit.

Betreuung

Öffnungszeiten: Jeden Dienstag von 16 bis 17 Uhr geöffnet oder auch nach telefonischer Vereinbarung mit Frau Barbara Rettenbacher-Höllwerth, (Tel. 0 65 48 - 83 63).

Weblinks

Quellen


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